Trolle trollen leicht gemacht – Selbstversuch als Trollzielscheibe

Ihr Lieben,

nach so viel körperlicher Gesundheit, müssen wir heute mal über seelische Gesundheit reden. Ich möchte Euch heute Mamis neustes Experiment vorstellen: Ein paar Tage als Zielscheibe von selbsternannten Online-Trollen, die ihre Zeit in sozialen Netzwerken dazu nutzen, möglichst unsozial zu sein.
Schon einige Nutzer sind wegen der Hassattacken zusammengebrochen.
Längst gibt es Nervenzusammenbrüche und auch Suizide wegen dem so genannten Cybermobbing.
Zu Mamis Schulzeiten gab es zwar Mobbing zu genüge, aber nicht online. Die letzten Jahre wurde dies immer mehr zum Alltag und schon lange ist es keine Kinderbeschäftigung mehr, andere öffentlich zu demütigen, auch Erwachsene nutzen diese wenig erwachsene Art des Stressabbaus.
Nachdem Mami immer wieder mitbekommen hat, wie andere auf Twitter angefeindet wurden, hat sie beschlossen, sich einmal selbst zur Zielscheibe zu machen.

Ihre Erfahrungen dazu möchte ich mit Euch teilen, damit alle etwas davon haben:
Immer wieder Zeugin von Hassattacken geworden, beschloss im am Dienstagabend (24.10.16), die Strategien der Trolle kennenzulernen und dabei dem ein oder anderen seine Beschränktheit aufzuzeigen.
Trolle finden ist dabei ganz einfach: Man sucht sich den grade am kontroversesten diskutierten Hashtag (#) auf Twitter raus und nimmt eine Anti-Mainstream-Haltung (auch: Weltverbessererposition) ein, dann kommen die Trolle ganz von alleine.
Ich habe dies mit dem Hashtag #gastoderspast gemacht, Weiteres dazu findet Ihr hier!
Ich habe das Verhalten der Trolle tagelang beobachtet und analysiert und kann behaupten, ich habe neben diversen Beleidigungen auch auf psychologischer Ebene einiges gelernt!

Die wichtigste Trollregel: Trolle niemals alleine!

Schließlich macht Trollen nur mit Publikum Spaß und Mobbing lebt nun mal von einem Machtgefälle: Um zu Mobben, muss man in Zahl oder Position der Zielperson überlegen sein.
Es handelt sich also um ganze Netzwerke, deren Mitglieder aktiviert werden, manche gleichzeitig, andere zeitversetzt, manche aktiv mit Nachrichten, andere passiv durch verbreiten (rten/teilen) und loben (faven/ liken) der Nachrichten.
Alle haben gemeinsam: Sie haben irgendwelche erfundenen Namen und maximal ihre Augen auf ihrem Profilbild. Benehmen haben alle recht wenig, dafür umso mehr Zeit. Manche kleben wie Kletten, andere verlieren nach kurzer Zeit das Interesse. Aber es kommen immer wieder neue dazu, wie so Fruchtfliegen.
Oder um eine treffendere Parallele zu ziehen: könnte man sie auch mit den Römern von Asterix und Obelix vergleichen:
Sie kommen immer wieder und kassieren ihre (verbalen) Prügel, sehen ihre Niederlagen aber nicht wirklich ein. Die spinnen, die Trolle. Aber Zaubertrank kann bekanntlich helfen, man muss nur in einen Kessel voller gesundem Selbstbewusstsein und Verstand gefallen sein: Solange man die Nachrichten als Produkt jämmerlicher Komplexe sieht und nicht persönlich nimmt, können einem die Trolle nicht viel. Es ist lediglich eine Art Psychoterror, gegen den man sich gut wehren kann. Die Methoden sind vielfältig, zielen aber alle darauf ab, den Empfänger in Angst, Wut und Hilflosigkeit zu versetzen und möglichst lange dort zu halten, um eigene Macht zu demonstrieren.
Dies ist nur zu durchbrechen, wenn man sich dessen bewusst wird und die einzelnen Methoden verstanden hat.
Da gibt es die plumpen Beleidiger, die diverse Worte nutzen, um andere möglichst schnell möglichst wütend zu machen. Als Frau bekommt man vermutlich andere zu hören als als Mann.

Hier einige Beispiele:

– Aufforderung, zu putzen oder in die Küche zu gehen
– Body shaming: Aussehen möglichst schlecht machen: Gewicht, Gesicht etc..
– Männer: Kriegst keinen ab, hattest nie wen, bist untervögelt!
-> Daran schließen sie Äußerungen an, die mit Inzest zu tun haben, ebenfalls ohne weiter geistreich zu sein!
– Alter: Ich wurde an einen Tag als 14 jährige, U 16, 30-Jährige und Ü 40 bezeichnet, auch mal gleichzeitig.
– Behinderung: Regelmäßig CAPSLOCKTE mich jemand an mit „OB DU BEHINDERT BIST?“, Autist, Spast etc.
– Gender: Transe in alle Formen
– Prostituierte: Hure(nkind) in Varianten
– Abstammung: Jude (ja, wirklich), Zigeunerin, Rumänin
– Opferblaming: Als Kind geschändet, von der Mutter verstoßen
– Geschlechtsmerkmale: Fotze & Vagina sind also eine Beleidigung. – Werden Männer als Penis bezeichnet?
– Sonstiges: Untermensch, auf Kopf gefallen, Zeugungsfehler, naiv

Interessant hierbei:

Meine Intelligenz wurde erst zum Schluss angezweifelt. Über mich sagt das eher weniger aus, wohl aber über deren Frauenbild. Traurig.
Meine persönlichen Highlights: „Seit wann lebst Du offiziell als Frau?” und „Öko-Schlampen-Fotzenvieh” (Lässt sich prima auf die Melodie von „Alle Vögel sind schon da!“ singen… 😉 ).

Ihr seht, bitte einfach drüber lachen, zu mehr ist das nicht nutzbar.
Und an meinen alten Blogeintrag denken: Beleidigungen funktionieren nur, wenn man etwas Negatives mit den Bezeichnungen verbindet!
Aber dies war nur der plumpe Teil, ich bekam es auch mit psychologischen Tricks zu tun, die ich erst selbst erkennen und verstehen musste:

Sie begannen, sämtliche Aussagen von mir so zu drehen, dass man irgendeine Form von Diskriminierung darauf anwenden konnte; wobei sie sich immer und sofort angegriffen fühlten. Und so gehts dann auch weiter:
Sie reden dir Schuld ein, dass Du andere grade diskriminiert hast. Dabei involvieren sie immer mehr Trolle, denn sie brauchen ja die Plattform, ihren Ruhm. Gleichzeitig reden sie Dir ein, wie einsam Du bist, so ohne Freunde und Partner, den Du mit Deinem Aussehen natürlich nicht hast. Sie machen dich zum arbeitslosen Untermensch, mit Internetsucht und würden jede von Dir ausgeübte Beschäftigung durch den Dreck ziehen.
Sie versuchen Angst zu erzeugen, indem sie dich von angeblichen Hexen verfluchen lassen wollen. Ihre Namen klingen dabei möglichst dramatisch, genauere Präferenzen können sie aber nicht vorweisen! Auch das Drohen beherrschen sie verschieden gut: Manche plump mit einem Bild von Waffen, andere sagen dir bedrohlich “pass auf dich auf Unfälle passieren. Du wohnst ja eh alleine!” Sie nennen sich “King” und schreiben unter Diskussionen, „gewonnen“ mit der Begründung, „muss ich nur keine Mühe geben”. Alles was sie wollen: Dir den Glauben an dich selbst nehmen.
Wenn all das nicht erfolgreich war, packen sie Ihr Photoshop aus – oder doch nur Paint, den Skills nach zu urteilen – und schneiden dich in Bilder rein oder malen dir einen Schleier, um das mit „IS“ zu deklarieren… Sie suchen nach weiteren Netzwerkprofilen von Dir und sind sich nicht zu schade, anzukündigen: “Ich melde mich mit der Mailadresse von deinem Blog jetzt bei Gayporn-Portalen an!” – Bis heute nicht passiert. Sie wollen, dass Du glaubst, sie wüssten alles von dir, auch wenn es nur deine Spam-Mailadresse ist. 😉
Sie faven sich alle immer gegenseitig, um wie eine Übermacht zu wirken – auch nach Tagen noch, man will dich ja möglichst oft an ihre Existenz erinnern, und deine Notifications sind da ihr stärkstes Mittel – und kreieren gerne neue Accounts, um als mehr zu wirken als sie sind. Einfach zu überprüfen: Wenn der Account nur 3 Tweets enthält, von denen zwei Beleidigungen sind und der nur einem folgt, der ihm wiederrum folgt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um die gleiche Person handelt! Sie schreiben dir als Pärchen, um ihren Zusammenhalt zu demonstrieren und wie alleine du ja bist. – Was für eine Pärchenbeschäftigung…
Sie hoffen, dass Du drauf anspringst, deine Netzwerkfreunde dazu rufst und Dich in Diskussionen verstrickst, die du verlieren kannst, da sie jede Logik entbehren. Auch zu völlig belanglosen Themen!

Das sind reine Machtspiele.

Außerdem entbehren sie sämtlicher Rechtschreibung; Worte werden geschrieben wie gesprochen und dabei verniedlicht, ist ja alles nur Spaß, nur ein Spiel, das gewonnen hat, wer vom anderen geblockt wird – oder wenn der andere seinen Account löscht.
– Aber mal ehrlich, das war das Schulmobbing doch auch schon immer: Nur ein Spiel. ODER?
Sie versuchen, Dir möglichst viel Privates zu entlocken, um dich unter Druck setzen zu können. Dies tun sie entweder durch plumpe Fragen oder durch das in den Raumstellen von Behauptungen, denen Du widersprechen sollst.
Dabei setzen sie auf dein Grundbedürfnis, nie schlecht da zu stehen. – Wer will schon gerne als einsam und ohne Freunde dargestellt werden? Wer will schon arbeitslos sein? (Na, du hast doch nicht grade wirklich darüber nachgedacht, ihnen deinen Arbeitgeber zu verraten, um dich zu rechtfertigen?!)

Genau das ist die Grundlage des Trollens:
Rechtfertige Dich! Solange, bis Du es nicht mehr erträgst.
Um Dich möglichst lange zu malträtieren, sagen sie dir in regelmäßigen Abständen, dass du eh nicht mehr lange durchhältst, dann alle blockst und mit Anzeigen drohst. Damit wollen sie dich genau davon abhalten! Das Letzte, das sie wollen, sind Anzeigen, die gut und zeitnah mit Screenshots belegt werden können. Schnell wird es zu viel, die meisten verlieren den Überblick und damit die Möglichkeit, sich zu wehren.
Ist ähnlich perfide, wie Kindern zu sagen, sie dürfen nicht petzen, wenn sie geschlagen werden.

Soweit zu den Methoden, nun zum Handeln. das daraus resultiert.
Als allererstes gewöhn dir ab zu glauben, es wäre relevant, was anonyme Menschen im Internet über dich denken.
Es ist egal, ob sie dich für arbeitslos, psychisch krank oder hässlich und einsam halten. Vergiss das niemals!
Dann kannst du nämlich nach außen hin alle anderen raushalten!
Ich habe meine immerhin 1000 Follower gebeten, sich rauszuhalten, mich bloß nicht zu verteidigen. Sie haben sich alle daran gehalten und ich bin sehr froh darüber. Ich habe die Trolle damit sich seIbst überlassen ohne ihnen weiteres Publikum zu bieten. Gleichzeitig habe ich möglichst viele der Nachrichten weiter verbreitet, das schafft Zeugen, sollten sie notwendig sein. Und habe die Beleidigungen sofort gescreenshotet, alles andere war irrelevant, um Anzeige zu erstatten. Dies war nötig, um am Freitag sofort mit ausreichend Material bei der Polizei aufzuschlagen. Nicht, weil mich auch nur irgendeine Nachricht getroffen hätte, aber um andere zu schützen, denn ich bin ja kein Einzelfall!

Über den weiteren Verlauf werde ich beizeiten berichten.
Wichtig: Nicht mit der Anzeige drohen, einfach machen! Ich wurde mehrfach indirekt gefragt, ob ich vorhabe, zur Polizei zu gehen. Ich habe es ignoriert, die Accounts sind ungelöscht viel einfacher zum Nutzer zurückzuführen!
Das hat nichts mit Schwäche zu tun, nicht mal mit empfundener Wut oder richtigem Verletztsein! Die Würde des Menschen ist und bleibt einfach unantastbar! Anzeigen ist KEIN Petzen! Merkt Euch das bitte!
Und was habe ich den Trollen dann geantwortet, wenn schon nicht das von ihnen erwartete Jammern, Fluchen, Schimpfen und mit Anzeigen drohen?
Mein Motto war stets: Die Gegenseite soll sich möglichst offensichtlich strafbar machen, das macht weniger Arbeit!

Dabei bin ich selbst niemals ausfallend geworden, es gibt keine Äußerung, die man rechtlich gegen mich verwenden könnte. Ich habe einen anderen Weg gewählt, die Trolle zu trollen:
Ich habe mich entsetzlich dumm gestellt. Ich habe auf „OB Du BEHINDERT BIST“ mit „natürlich, steht doch in meiner Twitterbeschreibung” geantwortet. Auf Beleidigungen je nach Inhalt mit „Die ist neu“, „Das kannst Du aber besser“ oder „Die hatten wir schon“ reagiert. Habe mir ‘Frau’ definieren lassen und gesagt, ich werde bekocht, ich muss nicht in die Küche. Habe Bilderverunstalter für Kreativität gelobt und auf „Da weiß jemand Neues aus meinem Sexleben, einfach da nachfragen!“ hingewiesen. Ich habe festgestellt, dass Trolle 100 Worte für Penis kennen, aber Liebe nicht. Dass ich schrecklich einsam bin, weil mich niemand verteidigt. Und dass keine Antwort dumm genug ist, um als absichtlich doof erkannt zu werden. Sie glauben dir jede blöde Frage und Antwort, und merken nicht, dass nicht sie dich manipulieren, sondern du sie. Nicht die haben mit mir gespielt, es war andersrum.

Nur dass ich freundlich war, meine Gegenüber kannten eher wenig Hemmungen: So habe ich mehrere eindeutige und weniger eindeutige Aufforderungen zum Suizid erhalten, abgeschwächte Versionen empfahlen mir Selbstverletzung, diverse Aufforderungen, mich zu löschen und wurde auf unlogischste Art und Weise als rechter Flüchtlingshetzer, behindertenfeindlich etc. verleumdet.
Getroffen haben mich nicht die Äußerungen, wohl aber der viele Hass, der offenbar durch die Anonymität noch verstärkt wird. Es lässt sich vor einem technischen Gerät wohl einfacher ausblenden, dass am anderen Ende wirklich ein Mensch sitzt, mit Gefühlen und auch einer Geschichte. Es ist ja nur ein Account, den man löschen kann im ach sooo rechtsfreien Internet.

Sicher? Es ist eben nicht egal, ob Du ein Hakenkreuz in deiner Selbstbeschreibung nutzt oder den Kopf von anderen auf einen nackten adipösen Körper photoshopst. Das ist und bleibt strafbar!
Aber darf sich ja nun die Polizei drum kümmern.

Bis dahin unterhalte ich wohl weiterhin jeden Abend meine Follower mit „Trolle Trollen leicht gemacht“.
Schicke auf Fragen nach Telefonnummern die von Benimmkursen und Jugendhilfe, biete Hilfe bei der Nutzung von Photoshop an.
Und warte auf weitere Manipulationsversuche.

Oder ich werde einfach uninteressant, wir werden sehen.

Ich habe auch schon Trolle erlebt, die mich anbettelten, sie nicht weiter zu nerven und andere davor warnten, mich zu trollen (Goethes Zauberlehrling lässt grüßen!). Und eine Entschuldigung von einem Troll erhalten, der danach ernsthaft um ein Date bat. Es gibt halt nichts, was es nicht gibt!
Aber ich erfreue mich auch seit Tagen an den vielen persönlichen Nachrichten, die mich direkt oder indirekt erreichen: Da machen sich Menschen Sorgen um mein Wohlbefinden, gratulieren mir zu meinem Trollen der Trolle und äußern ihr Entsetzen über so viel dreiste Dummheit im Netz. Ich habe selten so viele liebe Direktnachrichten erhalten wie in den letzten Tagen (die eine „in paar Tagen löschst Du dich freiwillig“, die ich gescreenshotet verbreitet habe, zähle ich nicht dazu, nein!), sonst ist es eher still in meinen Nachrichten.

Auch habe ich einige Follower hinzugewonnen (die Trolle bin ich durch Blocken-Entblocken immer ganz schnell wieder losgeworden).

Außerdem hatte ich zwei sehr interessante Gespräche mit zwei Trollen, die mich lehrten, es gibt verschiedene Arten von Trollen, nicht nur die, die straffällig werden (Beizeiten dazu mehr)!
Die Menschheit ist also noch nicht verloren, es gibt noch ganz viele liebe Menschen, sie sind nur unauffälliger. Danke dafür! Und danke an alle Follower, die die vielen Tweets ertragen haben ohne mich zu verteidigen.

 

Mami wird berichten. Und sollte einer von Euch mit seinen Trollen nicht klarkommen, melde der sich, sie übernimmt das gerne.
Wenn genug Material zusammenkommt, könnte sie glatt eine Uniarbeit daraus machen.

Stay strong!

Schneekönigin Kuka

FunktioNIEREN Teil 2 – Kenne Deine Freunde. Was bleibt?

Hallo Ihr Lieben,

wie versprochen folgt heute der zweite Teil. Denn noch ist nicht alles gesagt. Es gibt noch ein paar ganz persönliche Dinge, über die mal geschrieben werden muss – und vielleicht auch mal gelesen werden muss.

Menschen wie Tiere haben ja ziemlich verschiedene Charakter, manche sind gesellig, andere eher zurückgezogen und schüchtern und manche sind halt irgendwas dazwischen. Das ändert sich auch über die Lebensspanne eher selten, Temperament ist angeboren.

Und doch, unter Druck können sich Menschen tatsächlich ändern, manchmal so sehr, dass sie am Ende gar nicht mehr wissen, wer sie sind – oder wie.  So kann aus einem zurückhaltenden aber offenen Menschen bei genug Ablehnung von außen ein zurückgezogener Mensch werden. Der Mensch muss dabei nicht unbedingt unglücklich werden, aber er wird halt anders. So gibt es Menschen, die sich ihr lebenlang anders verhalten, als sie eigentlich wollen. Manche Menschen sind trotzdem zufrieden, sie kennen es ja gar nicht anders. Andere werden total unglücklich. Und manche bekommen eine zweite Chance. Dann passiert irgendwas in ihrem Leben, dass ihnen die Kraft gibt, sich zu ändern, zu bemerken, dass sie so nicht sind und sich überlegen sollten, was sie wollen.

So ist das, sagt Mami, wenn man nach 11,5 Jahren Schule inklusive Mobbing, einem stressigen FSJ und 2 Umzügen in 3 Jahren mit 22 zurückblickt und sich fragt, womit man eigentlich bisher sein Leben so verbracht hat? 2 Weiterführende Schulen. 2 Umzüge. 2 Studiengänge. ” 2 OPs begleitet und auf deutlich mehr als zwei Widersacher getroffen.

Und 2 Freunde gefunden. So zwei richtig tolle. An dieser Stelle möchte ich betonen, Mami hat durchaus mehr als 2 Freunde, aber beste Freunde hat man selten mehr als 2. Es waren einige Menschen da, die durch diese Zeit begleitet haben, wenn auch die Schulzeit ziemlich einsam war. Aber da sind zwei Menschen, die alles verändert haben, und es wird Zeit, mal über die zu reden: Der eine tauchte in einer Zeit auf, als Schule fast unerträglich geworden war und zeigte ihr, dass jeder Mensch irgendwo jemand finden kann, der ihn mag, egal was die anderen sagen. Dass auch der verachteste Mensch geliebt werden kann, auch wenn er völlig anders ist als der Mainstream und sich nicht an Aussehens-Normen hält.

Wenn so ein Mensch ins Leben platzt, dann sollte man ihn festhalten und auf ihn aufpassen. Auch wenn sich die Zeiten drumherum längst geändert haben, er war der Grund, warum alles besser wurde. Für so einen Menschen tut man dann ziemlich viel oder? Genau das ist der Grund, warum Mami das alles durchgezogen hat. ‘Einfach gehen’ ist nicht immer einfacher als bleiben.

Der andere Mensch trat etwas später in ihr Leben und zeigte ihr, dass sie nicht alleine ist in ihrem Denken. In all der Zeit war er immer für ein paar aufmunternde Worte verfügbar, hat zugehört und mitgedacht. Mami sagt, das ist das Wichtigste überhaupt. Dass einer da ist, wenn sonst grade die ganze Welt aus den Fugen gerät.

Wenn aus den eigenen Reihen geschimpft wird, weil sie es selber nicht  hinbekommen haben. Wenn es dort nicht interessiert, dass zwei junge Menschen versuchen, zu überleben und dabei was anderes als schlechte Nachrichten gut gebrauchen könnten. Dass jemand, der totkrank ist, grade keine Lust auf das gejammere von Menschen hat, die sich eigentlich um ihn kümmern sollten. Wenn der einzige Zufluchtsort der eigene Partner ist, weil der Rest sich als nutzloser Panikhaufen erweist, der miese Stimmung verbreitet. Wenn ‘Essen, trinken, bewegen und auf Toilette gehen’ zum höchsten Gut werden. Wenn die Entzündungswerte ein Ostern in den eigenen vier Wänden fast verhindern. Wenn man nur noch mit Mundschutz aus dem Haus darf. Wenn jede kleine Erkrankung gefährlich wäre. Wenn keiner versteht, dass es nicht nur den Betroffenen völlig fertig macht, sondern auch die, denen sein Wohlergehen am Herzen liegt.

Dann, dann braucht man mindestens einen Menschen – neben einer verständnisvollen Katze, das hilft auch etwas! – der DA ist.

Hierzu sei erwähnt, es waren schon mehrere Menschen, die sich als wirkliche Freunde erwiesen! Gott sei Dank.

Was bleibt also? Es bleibt eine Erkrankung, die hoffentlich die nächsten 15-30 Jahre wartet, bis man sich wieder richtig um sie kümmern muss. Es bleiben Immunsuppressiva, die zu Wachsamkeit gegenüber Krankheitserregern anregen sollte. Es bleiben zwei Menschen, die irgendwie durch all das durchgekommen sind und nun neu leben lernen dürfen und müssen.

Denn stellt Euch mal vor, ihr lebt Monate bis Jahre im Stress. Und plötzlich ist er weg. Die stundenlange Regenerationszeit ist nicht mehr nötig. Statt Kraft sparen kann sie nun genutzt werden. Plötzlich ist konzentration wieder möglich. – Das ist möglich? Ja, doch. Mami verschwand für 1,5 Wochen (so lange war sie vorher noch nie alleine weg!) und kam verändert wieder. Viel mehr Kraft und Elan, ein Bisschen versöhnt mit sich und der Welt. Offen geblieben ist nur ein ganz bestimmtes Danke, eine ganz bestimmte Anerkennung, was zwar längst fällig gewesen wäre, aber niemals gesprochen werden wird. Das ist so. Damit muss man leben.

Was bleibt? Ich bleibe natürlich. Bei Mami und Papi, hoffentlich noch sehr lange. Mami sagt: “Es bleibt das Wissen, wer unsere Freunde sind. Und wo ich suchen muss, wenn ich meine Feinde brauche. Das Wissen, das wirklich geschafft zu haben. Und die Dankbarkeit, dass es bisher gut ausgegangen ist.”

Wir nehmen also das Beste daraus mit: Die Liebe für Freunde, die blieben. Und das Mitleid für die Feinde.

Und wir sagen: DANKE! An alle die da waren und da blieben. Jeder von Euch hat uns ein bisschen gerettet.

Bleibt gesund!

Eure Schneekönigin Kuka

FunktioNIEREN Teil 1 – Überleben statt Leben; Transplantation mit 22.

Hallo Ihr Lieben,

lange ist es her, dass ich mich das letzte Mal  meldete. Das hat einen guten Grund, hier ist im letzten Jahr so viel passiert, dass ich keine Zeit hatte. Jetzt, wo das Gröbste überstanden ist, habe ich beschlossen, Euch zu erzählen, was hier so abgegangen ist, es wird also ein recht persönlicher Blogeintrag. Und es wird auch noch  einen geben, das alles passt nciht in einen.

Mami hatte ja schon lange gesagt, es würde etwas passieren und ab Anfang November habe ich das auch gespürt und mich zum Schlafen am liebsten in die Transportbox verkrochen, tagelang.

Erst war da nur eine Doppelgeburtstagsfeier im kleinen Kreis. Dann fuhr Papi weg. Und dann passierte alles irgendwie auf einmal. Papi im Krankenhaus. 600km weit entfernt. Der Blutdruck war durch Chemie nicht mehr in den Griff zu bekommen. Wir sind ja in Deutschland, da ist die Medizinische Versorgung ganz toll. – Denkt Ihr das wirklich? Pflegestreik hat seinen guten Grund! Überall übernächtigte Ärzte, die keine Zeit für ihre Patienten haben und ihnen nicht mal richtig zuhören. Nebenwirkungen? Die hat hier sonst keiner, kann gar nicht sein.

Nach einer Woche kam er wieder heim. Helfen hatte ihm keiner können, aber ein Termin in der Charite war bereits seit Monaten vereinbart, nur hatte damals keiner wirklich geglaubt, dass es so akut sein würde. Plötzlich war da das Thema Transplantation. Wie eine Sackgasse. Vor so vielem kann man notfalls weglaufen: Arbeit, schlechten Freunden, manchmal auch Krieg. Aber nicht vor dem eigenen Körper.

Jeder Mensch (Tiere auch, aber das ist hier irrelevant) hat 2 Nieren, um zu überleben. Sie filtern Giftstoffe und verarbeiten aufgenommene Flüssigkeit zu Urin. Außerdem regeln sie unseren Blutdruck mit.  Manchmal passiert es, dass eine Niere ausfällt (bei Schwangerschaften zum Beispiel), dann kann die andere meistens aber den Körper weiterversorgen, denn genaugenommen braucht jeder nur 1 Niere, die richtig arbeitet. Mit 50% Nierenleistung kann ein Mensch also theoretisch gut leben. Aber weniger wird gefährlich. Weniger kann es zum Beispiel werden, wenn der Körper durch Gendefekte oder ähnliches seine Nieren selbst zerstört. Hier ist die Medizin noch ziemlich hilflos, sie kann höchstens die Symptome bekämpfen: Blutdruck senken mit Chemie. Vitamin D geben, das nicht mehr ordentlich verarbeitet wird oder dazu anregen, auf den Kaliumgehalt im Blut zu achten. Kalium ist für den Körper überlebenswichtig, es ist in jeder unserer Zellen. Die Nieren passen auf, dass nie zu viel da ist – außer sie funktionieren nicht mehr. Dann ist alles gesunde plötzlich ungesund: Kartoffeln. Spinat. Vollkorn. Hochwertiges Wasser. Bananen. Gemüse. (Trocken)Obst… Aber auch Genussmittel wie Schokolade und generell Kakao sind tabu. Der Stoffwechsel wird schlechter, Inhaltsstoffe werden nicht mehr so gut aufgenommen. Und mit jeder Nahrungsaufnahme kommt neues Gift in den Körper. Also stellt der Körper das Hungergefühl ein. Man magert ab. Die Kräfte schwinden. Und irgendwann reicht es vielleicht grade so, um alle Pflichten zu erfüllen, den Rest des Tages muss geschlafen werden. Ausgeschlafen gibt’s dann sowieso nicht mehr, das Kraftdefizit kann auch ein sehr junger Körper irgendwann nicht mehr ausgleichen. Und das sind nur die sichtbaren Probleme, alle anderen könnt ihr Euch ergooglen.

Dies alles passiert sehr schleichend, ab dem Zeitpunkt, wenn die Nieren weniger als 50% ihrer Leistung erbringen, man bekommt das nicht so schnell bewusst mit. Menschen mit feiner Nase können irgendwann einen Unterschied riechen, der Körpergeruch wird anders, wenn nicht mehr alle Giftstoffe abtransportiert werden können. Und die Ärzte können alle paar Monate bei den Kontrolluntersuchungen bedrohliche Fakten um sich werfen und damit den Patienten für ein paar Tage wieder den Lebensmut nehmen. Sie können, müssten es nicht, wenn sie psychologisch anständig ausgebildet wären.

Irgendwann muss man sich entscheiden: Den Ärzten das eigene Leben in die Hände geben oder Arzt in eigener Sache werden. Damit ist nicht gemeint, sich irgendwelches Halbwissen anzueignen, sondern richtig zu recherchieren: Wie funktioniert der Blutdruck? Wie der Puls? Was tun die Nieren eigentlich? Wie wirken die Medikamente? Was passiert bei zu viel Kalium im Körper?

Es gibt 1000 Dinge zu beachten – und bisher hat Mami noch keinen Ort gefunden, wo sie alle zusammengetragen wurden. Alles Wissen befindet sich Bruchstückhaft bei Betroffenen und Ärzten und nicht jeder gibt dieses Wissen auch weiter. Zeitmangel und die Unwissenheit dazu, wie man Betroffenen wirklich helfen kann, sind wohl schuld.

Auf der einen Seite ist da also die Angst, dass irgendwann diese überlebenswichtigen Organe versagen und auf der anderen kommt dann eine riesige Hilflosigkeit hinzu durch zu wenig Informationen und die Tatsache, dass die Psyche in unserer Gesellschaft immer noch fast unsichtbar erscheint. Was man nicht sieht, dem glaubt man nicht so wirklich. Anders kann ich mir nicht erklären, dass sich Menschen immer noch wundern, dass so eine Erkrankung nicht nur den Erkrankten betrifft, sondern genauso sein Umfeld, sofern es sich für ihn und sein Wohl interessiert.

Da sind die Menschen nach dem Abi grade zum Studium 600km weit weggezogen, haben gelernt, wie das ist, alleine zu leben, wie das so funktioniert alles, dieses ‚Erwachsen sein‘ – und dann geht es plötzlich nicht mehr so, wie es sollte: Wenn einer nicht mehr funktioNIEREn kann, dann muss halt der andere ran, ne? Klingt doch ganz einfach: Das bisschen Studium, da kann man nebenbei doch locker kochen, abwaschen, putzen, bügeln, Wäsche waschen, einkaufen und warum hat man dann eigentlich keine Lust mehr auf zig soziale Kontakte nebenher? Ihr Menschen lebt immer noch in einer ziemlich eingestaubten Gesellschaft, wenn ihr meint, dass das alles die Arbeit der Menschen Gruppe ist, die ihr ‚Frau‘ nennt. Bei uns war das alles ziemlich fair aufgeteilt: Ich mach den Großteil vom Dreck und Mami und Papi den Rest, so halbe halbe. Und dann konnte Papi aber nicht mehr. Er hats versucht, aber er konnte halt trotzdem nicht mehr. So verschob sich unauffällig die Aufteilung. Beide hatten ja auch noch das Studium. Dazu kommt dann die Angst vor dem Ungewissen. Abhängigkeit von Ärzten, ihren Einschätzungen, den Werten und den bescheidenen Behandlungsmethoden.

Wenn der Blutdruck also gar nicht mehr zu regulieren ist, bedeutet das: Dialyse. Vor 50 Jahren hätte es bedeutet: Friedhof. Aber der Mensch hat eine Maschine entwickelt, die zumindest teilweise die Aufgaben der Nieren übernehmen kann: Wasser und einige Gifte können herausgefiltert werden. Dafür muss ein Zugang gelegt werden, denn das Blut muss durch sämtliche Schläuche in der Maschinedurch um gewaschen zu werden, wireless geht das nicht. Nieren filtern die komplette Zeit über, die Maschine kann das natürlich nicht. 3 mal die Woche, meist 4h (je nach Nierenleistung), liegt man dann in einem Zentrum (gibt auch Dialyse für zu Hause: Googlet Bauchfelldialyse) und wartet, dass die Maschine einem das Leben rettet. Wieder und wieder. Es ist großartig, dass es sowas gibt – und unendlich traurig, dass es sowas geben muss. Mami sagt: „Das Leben ist nicht fair. Da stehst du dann mit Anfang 20 in einem großen Raum, der nach Desinfektionsmittel riecht, musterst all die alten Leute, die nicht mehr auf die Transplantationsliste kommen, und denkst dir ‚Verdammt, das ist mindestens 50 Jahre zu früh!‘ und willst eigentlich nur losheulen.“ Aber so wichtig weinen ist, diese Tränen kann in dem Moment keiner gebrauchen. Schließlich will man ja für den Menschen da sein, der selber ja genauso wenig dafür kann. Stützen. Trösten. Mut zusprechen. Da sein. – Aber wer ist eigentlich für die da, die immer für alle anderen da sind? Ich kann Euch sagen:  Kaum jemand. Wer immer auf die anderen aufpasst, wird nämlich schnell für unverwundbar gehalten. Es urteilt sich einfach leicht, wenn man selbst nicht in dieser Situation steckt, es geht doch immer einem selbst am schlechtesten, oder?

Anders ist nicht zu erklären, dass sich Menschen fragten, warum Dinge wie der Haushalt schleifen gehen, wenn man mit der Angst und Ungewissheit versucht, das Studium weiterzuführen und gleichzeitig auf einen Menschen aufzupassen, soweit das eben geht.

Ich hab mir Mühe gegeben. Ich hab Mami viel Liebe gegeben. Aber ich weiß auch, das reicht eben nicht. Jeder Mensch braucht mindestens einen anderen Menschen, auf den er sich verlassen kann. Immer. Das kann ihn vor Depressionen und anderen Psychischen Erkrankungen schützen.

Wie viele von Euch HABEN jemand, den man immer kontaktieren kann? Der Tröstet, zum Lachen bringt und für kurze Zeit die Sorgen des Alltags vergessen lässt? Und wie viele von Euch SIND so jemand?

Wie viele von Euch haben sich schon öfter mal gedacht ‚ach, das ist doch alles nicht so schlimm, warum stellt der sich so an?‘ Vermutlich alle. Das gehört dazu. Urteilen ist menschlich. Aber wie viele von Euch haben das der Person auch so gesagt? Und wie viele haben stattdessen gesagt ‚ich sehe, Du bist überfordert, kann ich dir helfen?‘

Wenn man schon mit aller Kraft zu überleben versucht, dann sind Vorwürfe jedenfalls das Letzte, was man braucht. Mami hätte jederzeit geteilt mit irgendwem: Den Haushalt. Das Studium. Die Recherchen im Internet über Medizinisches. Die Suche nach Dingen, die die Lebensqualität erhöhen (Schokolade mit wenig Kalium). Und all die Nebenwirkungen der Medikamente (Wutausbrüche, Schwächeanfälle). So wird aus einem ganz normalen Tag ein ‚Mir ist schwindelig, kannst du mich abholen kommen?‘ mit allen Konsequenzen. ‚Ich hab Wasser in den Füßen, kannst du sie mir massieren?‘ ‚Mein Puls ist so niedrig, der Arzt hat gesagt, ich soll trotzdem weiter die Medikamente nehmen, kannst du mir sagen, was ich tun soll?‘ Ja, Mami konnte. Ja, Mami hats gemacht. Ja, sie würde das jederzeit wieder machen.

Aber nein, so richtig verstanden, was sie da eigentlich tut, hats irgendwie kaum jemand.

Es folgten ewige Zeiten, in denen fast keiner zu Hause war und ich die Tage mit mir selber verbracht habe.  Ich hab mich nicht beschwert, Mami hatte genug anderes zu tun: Papi daran hindern, die Medikamente zu nehmen, die vermutlich einen Herzstillstand bei ihm bedeutet hätten (Danke, Arzt. NICHT!), 20h am Tag der Transplantation unterwegs sein. 2 Wochen jeden Tag ins Krankenhaus fahren, sich um Papi und seinen Vater, der eine seiner Nieren seinem Sohn gab (was das für ein Aufwand ist, könnt ihr gerne erfragen/ ergooglen, das würde den Text sprengen), zu kümmern.

– Wie man dabei nur den Haushalt vernachlässigen kann, ist manchen übrigens immer noch ein Rätsel. Es gibt tatsächlich immer Menschen, die wüssten, wie sie alles besser machen würden ohne selber wirklich zu helfen, selbst wenn sie durchaus in der Position wären, etwas zu tun.

Papi hat alle OPs gut überstanden, nimmt jetzt Immunsuppressiva (damit die Niere nicht abgestoßen wird) und geht regelmäßig zur Kontrolle seiner Werte. Studium hat er weiter gemacht. Und seine Kräfte sind relativ zurück gekehrt.

Und Mami? Die trägt jetzt meist die schweren Taschen (Einkäufe, Koffer etc.), denn das soll Papi nicht. Ansonsten hat sie irgendwie die Prüfungen etc. überlebt und sich danach für eine Woche in wohlverdienten Urlaub begeben. Sie kam ganz anders zurück. Aber davon erzähl ich Euch morgen, denn das ist eine eigene Geschichte.

Für heute will ich Euch mitgeben: Seid froh, wenn ihr funktionieren könnt, seid froh, wenn ihr Freunde habt, die immer da sind. Seid froh, wenn ihr leben könnt statt ständig mit überleben beschäftigt zu sein. Und fragt Euch, ob ihr in Eurem Umfeld nicht manchmal zu schnell urteilt über das Verhalten derer, die vielleicht mit ziemlich viel nebenbei kämpfen, es aber Euch nicht unbedingt auf die Nase binden. Ob sie vielleicht Hilfe brauchen statt Abwertung. Und ob ihr denen, die krank sind wirklich erzählen wollt, wer ihnen gut tut. Es könnte nämlich sein, dass ihr jemandem die einzige Person, die immer für ihn da ist, versucht schlecht zu machen. Was das bei ihm auslöst, könnte man sich nämlich auch mal vorher überlegen!

Meauu, bleibt gesund!

Schneekönigin Kuka