Offener Brief an Herrn Jauch und seine Gäste zum Thema ‘Inklusion’

Sehr geehrter Herr Jauch,
zusammen mit Mami und Papi habe ich gestern Ihre Sendung verfolgt – zumindest das, was die Untertitel hergaben.. Sie hat mich so beschäftigt, dass ich sie mir heute mit Mami noch mal in der Mediathek (ohne Untertitel, wir haben keine gefunden!) angesehen habe. Sie hat sie mir gedolmetscht – schon arm, dass eine Sendung über Inklusion ohne Gebärdendolmetscher gesendet wird…
Doch will ich mich nicht weiter mit Kleinigkeiten aufhalten, ich habe eigentlich ganz andere Anliegen.
Ich möchte mich dabei direkt an die Beteiligten richten, einzeln und Stück für Stück, soweit sich das auseinander dividieren lässt. Ich bin zwar nur eine taube Katze, aber irgendwie liegt mir die Bildung dieses Landes, das mich aufgenommen hat, doch sehr am Herzen.

Liebe Frau Kühne,
ich möchte Ihnen dazu gratulieren, dass Sie ein selbstbewusster Mensch geworden sind und finde es sehr traurig, dass in diesem Sozialstaat arbeitswillige Menschen wie Sie arbeitslos sind, weil sie unterschätzt werden… Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie wirklich ihren Traumberuf ausüben können, es gibt in Deutschland nämlich wenige, die das wirklich tun.
Sie haben auch völlig Recht, dass Angst kein guter Ratgeber ist, aber vorsichtig muss man schon sein. Nur in einem Punkt widerspreche ich: Ja, natürlich müssen Schüler lernen dürfen, aber warum soll das an Förderschulen nicht möglich sein? Genau das ist der Sinn einer Förderschule. Wenn die Lehrer die Kinder nicht ausreichend fördern, sind sie schlechte Lehrer.

Damit komme ich nun zu Ihnen, Frau Ehrhard:

Ich finde es toll, dass Sie sich für Ihren Sohn einsetzen, in dieser Gesellschaft braucht man durchaus Ellenbogen.
Aber bitte verlieren Sie dabei nicht den objektiven Blick:
Ich möchte gar nicht darüber urteilen, was für Henry das Beste ist, ich kenne ihn nicht und man muss wohl davon ausgehen, dass Eltern stets das Beste für ihr Kind wollen, sonst funktioniert unser Rechtssystem nicht mehr. Sie wollen, dass Ihr Sohn wie jedes andere Kind behandelt wird? Ich habe meine Menschenmutti gefragt, wie sie als Schulkind behandelt wurde, sie hat geantwortet:
Sie ist in eine Brennpunktgrundschule gegangen, wo es schon besonders war, wenn Deutsch die Muttersprache war. Mit ihrer gehobenen Sprache war sie da schnell eine Ausgeschlossene, die sie ihre gesamte Schulzeit blieb. Hochbegabung nannte das keiner, auch wenn das wohl richtig gewesen wäre, sie war einfach schwer einzugliedern. Zum Wechsel aufs Gymnasium musste sie die entsprechenden Noten vorweisen, denn da wird längst nicht jeder aufgenommen. Schule ist nun mal Leistung. Es stimmt wohl, dass auf dem Gymnasium längst nicht mehr nur die Intelligenten sind, aber finden Sie das wirklich gut? Was ist denn die Aufgabe von Schule? Bilden und Erziehen. Wenn wir alle über Fachkräftemangel und Pisastudie jammern, geht es wohl vorrangig um die Bildung. Und das ist auch gut so. Natürlich können sich die schwächeren an den Stärkeren orientieren, aber was machen die Starken? Sie gehen kaputt. Nicht alle, denn sie sind genau so individuell wie alle anderen auch, aber die meisten. Ihr Sohn soll angemessen gefördert werden? Dafür hebe ich meine Pfote. Aber dann gestehen Sie doch bitte all den anderen Kindern auch zu, dass sie gefördert werden müssen. Wer soll die Pädagogenausbildung, die gebraucht wird, denn noch machen, wenn alle gleich gemacht werden? Haben Sie immer mit ihren Freunden in einer Klasse sein können? Dann gehören Sie ebenfalls zu einem sehr geringen Prozentsatz, die meisten müssen sich nämlich neue Freunde suchen nach dem Schulwechsel. Weshalb sollte Henry denn nicht neue Freundschaften schließen? Warum soll er bei den alten bleiben? Jeder muss neue Freunde suchen, warum er nicht?
Natürlich müssen die Behinderten in unserer Gesellschaft präsenter werden, aber warum soll das alles die Schule machen? Schule ist lernen und Bildung. Viel wichtiger wäre doch, dass Freizeitveranstaltungen für alle angeboten werden. Solche, bei denen alle gleich mitmachen können und nicht in Sonderpositionen ihr eigenes Niveau verfolgen müssen.
Und Kochen wird auch in Regelschulen unterrichtet. Wer sich die aktuellen Zahlen zur Ernährung ansieht, wird mir wohl zustimmen, dass Dosenfutter eigentlich selbst für uns Katzen zu schlecht ist. Kochen sollten also eigentlich alle lernen, wobei das früher die Eltern vermittelt haben.
Denken Sie bitte mal ganz neutral drüber nach ohne das arrogante Gehabe von gestern Abend, das auch nur viele Tränen verstecken sollte, dann wären Sie viel sympathischer!

Herr Kraus,
Sie sehen also, ich stimme Ihnen zu, Deutschland braucht ein differenziertes Bildungssystem und Italien kann man nicht als pauschales Beispiel nehmen, denn die Qualität der Inklusion hat keiner genannt… Ich halte Partnerschaften von Schulen untereinander für eine prima Idee, das sollte ausgebaut werden. Natürlich müssen Schüler auch mit schlechteren zurecht kommen, aber nicht immer und überall. Ich finde sogar, das System muss noch individueller werden.. (siehe Blogeintrag: Inklusive Bildung – Umdenken dringend nötig, Gleichmacherei nicht!),
Doch rate ich Ihnen mal, eine Förderschule zu besuchen, so rein zum Hospitieren. Dort wird bei weitem nicht alles so gefördert wie es sollte. Auch in den Förderschulen wird nur mit Wasser gekocht, wirklich kreativ sind die wenigsten, neue Wege wären hier durchaus sinnvoll…
Ihre Definition von Inklusion gefällt mir dabei genauso wenig wie die der anderen, später (und im vorherigen Post) mehr dazu… Kindeswohl sollte dabei ohne Frage das erklärte Ziel sein, nur wer darüber urteilen kann, bleibt wohl zu diskutieren… Danke an dieser Stelle auch dafür, dass sie sich über die Politik in Rheinland-Pfalz informiert haben, Sie haben Recht, es ist mau dort mit Inklusion,

denn, werte Frau Dreyer,
was Sie da gestern so schön erzählt haben, ist leider nur ein kleiner Teil der Wahrheit, ich denke, dass wissen wir beide… Ihre Schwerpunktschulen, die Sie als Allheilmittel verkaufen, sind zwar ein netter Anfang, aber nichts worauf man sich ausruhen sollte. Wenn der Besuch eines Förderkindergartens den normalen Schulbesuch verbaut, sollten Sie vielleicht zur Abwechslung mal Geld in die Hand nehmen und in die Betreuung investieren. Sie werden die Förderschulen zwar nicht aktiv schließen, aber Sie machen die Ausbildung der Förderschulpädagogen so schlecht, raten sogar davon in Flyern ab, dass Sie sie von innen heraus zerstören. Glückwunsch. Sie müssen schließlich genauso wenig wie all die anderen Entscheidungsträger nochmal die Schulbank drücken und ich maße mir an, zu behaupten, sie haben auch nie ‘als Behinderte’ eine gedrückt. Es war ja nett, dass sie als Politikerin da waren – das mag Ihre Äußerungen ja teilweise erklären – aber die Erwähnung als MS-Krankheit glich eher einer Farce, denn sie hat mit der Inklusion an Schulen gar nichts zu tun.
Die Welt, in der nicht kategorisiert wird könnten Sie mir dann übrigens bitte gleich nach der gelebten Inklusion in den letzten 30 Jahren zeigen. Wenn das alles ist, was in den letzten 30 Jahren passiert ist, dann verstehe ich, warum Sie sich auf die Schulter klopfen, dass nicht mehr wie im 3. Reich Euthanasie von Behinderten und chronisch Kranken betrieben wird! Lassen Sie bitte die Kirche im Dorf, auch wenn ich die Idee Ihres Heimatdorfes toll finde; von Inklusion habt Ihr Politiker genauso viel Ahnung wie ich als Katze von Kirchen….

Eindeutig mehr Ahnung hat da eindeutig Herr Klinge,
dem ich hoch anrechne, dass er direkt jeglichen Expertenstatus jenseits der Glasknochen ablehnte. Mit den aktuellen Kapazitäten haben auch Lehrer wie Sie wenig Möglichkeiten, eindeutig. Ich finde es gut, dass Sie auf die emotionale Seite der Kinder aufmerksam machen. In einer Zeit wo immer mehr von euch Menschen emotional überlastet sind, müssen doch besonders die Kinder ernstgenommen werden. Schule und Pubertät sind schon für jeden schwer zu meistern, ohne jemand ‘Verbündeten’ an der Seite kann das ganz schön grausam sein (sagt Mami!) Ob wir nun wirklich für jedes Fach einen Sonderpädagogen brauchen, sei dahingestellt, aber mehr auf jeden Fall. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft für die Kommunikation, sie wird noch bitter nötig sein.

Lieber Herr Jauch,
Sie sehen, ich habe kein Interesse, Ihre Sendung einfach so zu zerreißen, ich möchte schon eine Botschaft loswerden: Die Welt muss anfangen, wertzuschätzen. Wir brauchen keine Akzeptanz oder Tolleranz, wir brauchen Wertschätzung. Ich möchte ein paar Beispiele nennen:

Die Meinungen! Ein objektiver Journalismus wurde gestern eindeutig NICHT betrieben. Wer ein Beispiel von gelungener Inklusion in die Runde aufnimmt, muss auch einen dazusetzen, der gescheitert ist, kaputt gegangen und verzweifelt ist. Auch waren die Gäste zwar vielseitig, aber auch der erste Einspieler zur Inklusion zeigte: Behinderung ist in den Medien nicht viel mehr als Down-Syndrom und Rollstühle. Wo waren “die Körperbehinderten”, die vielleicht einfacher einzupassen sind, aber trotzdem fast alle ziemlich verzweifelt über die Bedingungen sind?

Die Informationen! Es gibt weitaus mehr Informationen als irgendwelche Zahlen für Kosten, wer kann damit schon etwas anfangen? Selbst die Politiker haben die ja nicht im Griff.

DIE FÖRDERSCHULEN! Ich bin froh, mich nicht als Mensch bezeichnen zu müssen. denn was seid ihr für Wesen, dass Ihr Förderschulen als ‘Abschieben’ bezeichnet. Das 3. Reich habt ihr wohl noch lange nicht überwunden. Wenn wir nicht in einer Leistungsgesellschaft leben sollen, warum ist es dann so wichtig, wie man die Schule bezeichnet, an der gelernt wurde? Solange wir Menschen darüber bewerten, welchen Abschluss sie haben, solange ist Inklusion noch weit weg. Warum wäre es denn schlimm, wenn Henry eine Sonderschule besucht? Ist er davon ein schlechterer Mensch? Wer dieser Meinung ist, gehe sich in meinem Katzenklo vergraben.

DIE MENSCHEN! Die ganze Unterhaltung war reinste Rechtfertigung. Solange Menschen sagen ‘Ich bin blind, aber gebildet’, ‘ich hab Down-Syndrom, aber kann Klavier spielen’, solange glaubt die Gesellschaft, dass eine Reckfertigung notwendig ist. Hört auf, die Vielfalt zu rechtfertigen. Erst dann wird sie normal!!!

Ein behinderter Mensch muss genauso wie jeder andere seine Grenzen und Stärken kennen. Wenn er damit im Reinen ist, rechtfertigt er sich nicht mehr. Dann kann er souverän sagen ‘Ich war auf der Förderschule für XY’. Hier werden mal wieder nur die Symptome gelindert. Erst wenn Ihr versteht, dass jeder Fehler hat, und das auch gut so ist, könnt Ihr jeden so sein lassen, wie er ist. Um dazuzugehören muss man nicht die gleichen Einrichtungen besucht haben, man muss nur eines verstehen: Es sind nicht DIE BEHINDERTEN. Sondern es sind die Menschen, die alle einzigartig sind und es gibt keinen Grund, sich dafür zu rechtfertigen.

Tatsächlich würde keiner auf die Idee kommen, einen Rollstuhlfahrer auf ein Schwimminternat zuschicken, wo die Elite ausgebildet wird. Warum? Weil es keine Schande ist, nicht soooo sportlich zu sein. Warum sollte es also eine Schande sein, auf einer guten Förderschule zu sein?

Ich wünsche mir, dass Sie alle sich das mal genau überlegen, es geht um EURE ZUKUNFT. DIE KINDER SIND EURE ZUKUNFT, also geht gefälligst mit ihnen auch so um! Und eigentlich sollten die Politiker vor den Bildschirmen sitzen und von den Betroffenen lernen, nicht umgekehrt.

Mir kann es ja egal sein, ich höre den Mist, den ihr redet nicht!
Hochkatzungsvoll,

Schneekönigin Kuka

P.S. Über eine Antwort freue ich mich sehr!

Offener Brief an Uli Hoeneß

Sehr geehrter Herr Hoeneß,
ich vermute mal, Sie kennen mich nicht, ich kenne Sie ja auch nur von Bildschirmen. Deshalb werde ich mir auch nicht anmaßen, über Sie zu urteilen, ich möchte Ihnen nur mal schildern, wie ich mich fühle, da sie das auf all diesen Bildschirmen genau so tun. Ich möchte, dass Sie sich mal in mich reinversetzen, dann ist es umgekehrt vielleicht leichter.
Ich habe nichts an Ihnen als Person auszusetzen, sondern an Ihnen als Mensch. Nicht persönlich, sondern menschlich bin ich schwer enttäuscht! 
Es ist mir völlig egal, von welchem Verein Sie angestellt sind und welchen Tätigkeiten Sie dort nachgehen oder nicht. Auch interessiert mich Ihre Sportart genau so viel wie Musik: Ich bin taub! Auch Ihre geschlechtliche Gesinnung oder Ihr Aussehen geht mir am Schwanz vorbei.
Aber Ihr Geld leider nicht mehr so: Offenbar sind Sie sehr begabt in Geld-Dingen – etwas wovon ich als Katze reichlich wenig verstehe, Mami gibt mir mein Futter immer umsonst! – können soviel Geld “gewinnen” wie ich in meinem Leben noch nicht Haare gewechselt habe – und dann noch nicht mal teilen!
Ich meine, Unsterblichkeit ist noch nicht käuflich zu erwerben, warum braucht ein Mensch also mehr Geld als er in seinem ganzen Leben zählen kann?
Jeder Mensch braucht Nahrung, Ein Dach über dem Kopf und Kleidung. Eventuell ein Auto und Einrichtungsgegenstände für seinen Lebensraum. Das ist das, was ein Mensch zum Überleben braucht – rein materiell gesehen. Irgendwann kommen dann Medikamente dazu und Arztbesuche. Der Rest ist hauptsächlich Luxus, der jedem gegönnt sei! Aber Genuss ist nicht unbedingt proportional zu den Kosten! Ich fürchte, das haben Sie über die Jahre vergessen. Vermutlich ist es schwer, noch in der Größenordnung von Scheinen zu denken, wenn man Menschen beim Sport kauft und verkauft, als wären sie Sklaven – zu dem Preis von mehreren Ländern.
Das wäre auch alles nur halb so aufregend, wenn alle Menschen hätten, was sie zum Überleben brauchen. Und genau hier fängt mein Vorwurf an: Während Sie mit Geld spekulieren, als käme es aus der Monopoly-Schachtel, verhungern auch in Deutschland noch Menschen, weil sie kein Geld haben. Menschen ohne Heim erfrieren und von leeren Krankenkassen muss ich wohl keinem etwas erzählen.
Verstehen Sie mich nicht falsch, das hier ist kein Vorwurf nur an Sie, das hier ist ein Vorwurf an alle die, die nicht genug Stellen im Kontostand haben können, aber Sie geben denen grade ein Gesicht.
Sie haben freilich keinen umgebracht oder sein körperliches Wohl mit dem Steuerhinterzug AKTIV versehrt, und im Strafrecht spielt da Fahrlässigkeit auch keine Rolle, aber ich will auch gar nicht mit dem Gesetzbuch winken. Ich möchte nicht darüber urteilen, ob das beschlossene Strafmaß angemessen ist. Alles, was ich möchte ist, an Ihr Gewissen zu appellieren. Keine Geldstrafe dieser Welt wird Sie zum Nachdenken bringen, denn das Geld hatten Sie ja noch nie wirklich in der Hand. Auch die Gefängnisstrafe dürfte sie höchstens zum “armen Opfer” der Justiz machen, als das Sie sich sehen und in Ihrem Stolz kränken. Hat ein Schiri Ausnahmweise mal gegen die Bayern gepfiffen – macht nichts, Sie wissen ja, wo sein Auto steht und vermutlich könnten Sie es zerstören und ihm 3 teurere kaufen und würden glauben, alles wäre wieder gut.
NEIN. DARUM GEHT ES NICHT! Ich glaube, das Einzige, was gerecht wäre, wäre wenn Sie arbeiten. Damit meine ich nicht, mit Menschen oder Geld zocken, damit meine ich lehren und helfen.
Viele unserer Bankmanager erzocken hohe Verluste und Sie haben allein an Steuerschulden über 25 Millionen Euro zu Ihrem Eigentum gemacht. Sie sollten dringend im Gefängnis mal ein Buch schreiben. Allerdings doch bitte nicht über “den armen reichen Mann” sondern lieber “Wie wir alle zu Geld kommen und so viel verdienen, dass wir alle davon leben können”! Jetzt könnten Sie dem Staat genau da nützen, wo Sie ihm geschadet haben: Beim Geld. Ganz egal wofür die Politiker das Geld ausgeben: Wer in einem Staat wie Deutschland lebt, muss auch dafür zahlen – oder wollen Sie auf den Sicherheitsdienst beim nächsten Fußballspiel verzichten? Ich fürchte, das wäre mehr als ungesund.
Aber alleine mit dem Lehren ist es nicht getan. Auch wenn sie AKTIV mit ihrer Geldgier niemandem geschadet haben, so weiß keiner, wie vielen Menschen Sie PASSIV, FAHRLÄSSIG und INDIREKT geschadet haben. Wissen Sie, wie teuer ein Rollstuhl ist? Eine Lichtklingelanlage? Die Ausbildung eines einzigen Blindenhundes? Ein elektronischer Talker für Menschen, die sich selbst nicht äußern können? Das sind alles Dinge, für die wir alle aufkommen müssen, da der Einzelne es in den seltensten Fällen selbst kann.
Sie könnten das natürlich. Sie könnten sich auch eine Rund-um-die-Uhr-Assistenz leisten, Gratulation. Aber lebt es sich denn mit dem Wissen so viel besser? Ist der Besitztum dieses riesigen Vermögens so viel mehr Wert, als das reine Gewissen, für das Land, in dem man lebt, alles getan zu haben? Wenn Ihnen das Land nicht gefällt, wandern Sie aus. Wenn Ihnen der Kontinent nicht gefällt, wechseln Sie ihn. Und wenn Sie diese böse Welt nicht mehr leiden können, kaufen Sie sich ein One-Way-Ticket zum Mars, das Geld dafür haben Sie bestimmt noch übrig. Das ist alles möglich! Aber so lange Sie in diesem Land leben, so lange müssen auch Sie sich an die Gesetze dieses Landes halten! Anstatt herumzuheulen, wie schlecht es Ihnen geht, leisten Sie mal Sozialstunden ab. Für jede Million ein halbes Jahr. Und dann, dann dürfen auch Sie jammern, wie schlecht es Ihnen geht, wenn Ihnen dann noch nach jammern ist.
Vermutlich bräuchten auch sie nur ganz einfach etwas, was man sich mit keinem Geld der Welt kaufen kann: Liebe!
Persönlich kenne ich Sie nicht und das wird sich gewiss nicht ändern, aber menschlich haben Sie gezeigt, wie lieblos Menschen werden, wenn sie Macht in Reichweite sehen! 
Und ich warne Sie vor: Das Leben ist eben kein Fußballspiel! Nur das Runde, das muss tatsächlich ins Eckige: Das Geld muss in die Steuererklärung.

Meauu, schwer enttäuscht!

Schneekönigin Kuka