Hallo AfD, ich möchte reden! – Plädoyer für unsere Kinder

Hallo Ihr Alle,

ja heute meine ich ALLE. Alle denkenden, fühlenden, lesenden oder hörenden Menschen. Eure Menschenwahl steht an, nirgendwo kommt man mehr an dem Thema vorbei, nicht mal beim Einkaufen, hat Mami erzählt: Sie kam neulich vom Edeka – da gibt es prima Hähnchenscheiben für mich, so ganz dicke! – als sie an der Ecke neben dem griechischen Imbisswagen einen blauen Parteistand sah. Blau, ein schönes blau. AfD-blau.

Sie entschied, erst die Einkäufe in den Kühlschrank zu räumen und das Internet nach dem genauen Programm zu befragen, um dann erneut aufzubrechen. Aber dieses Mal mit einer anderen Mission: AfD, ich möchte reden!

Bei Euch Menschen ist Außenwirkung ja wichtig und sie wollte natürlich ernstgenommen werden, also zog sie zu dieser kleinen Tour etwas ganz anderes an als zum Einkauf zuvor: Pinkes Sommerkleid, pinke Einkaufstasche, pinke Pumps.

An dem Stand waren zwei Männer und eine Frau. Die Männer verteilten Flyer, die Frau sorgte dafür, dass immer genügend Werbegeschenke griffbereit lagen.

Hier Mamis Gedankenprotokoll des Gesprächs. Mami in pink, die Frau in blau.

“Guten Tat, ich hab grad Mittagspause und wollte mal fragen, wann das Leben so unfair zu ihnen war, dass Sie mich hassen?” “Warum sollte ich Sie hassen?” “Ich bin behindert, studiere, auch noch Psychologie, bin weiblich und Kinderkriegen ist nicht mein Hobby!” „Ich hab auch studiert. Verheiratet. Keine Kinder. Und ne Frau bin ich auch. Also ich hasse Sie nicht.” “Und warum stehen Sie dann an einem Stand, dessen Partei gegen Inklusion ist? Dann hätte ich jetzt vielleicht kein Abi, kein Studium.” “Ich möchte Förderung für ALLE Menschen. Und wenn das für einige an Sonderschulen besser geht, dann warum nicht?” “Sie sagen für ALLE, warum werben Sie dann für diese Partei neben einem Griechischen Imbiss wo ums Eck Kinder vieler Nationen spielen?” “Ich habe nichts gegen Ausländer. Ich war Integrationshelferin!” “Da sagt Ihre Parteispitze aber Anderes.” “Ja, die ist mies!” “Mies?” “Ja, wir hoffen, wir werden den Höcke bald los. Hetzer will ich in meiner Partei nicht haben! Wirklich nicht!” “Also werben sie für eine Partei, deren Anführer Sie nicht mögen? Warum?” “Weil sich was ändern muss!” “Dem stimme ich zu. Sofort!” “Oh. Ok.” “Ich stimme zu, dass es so nicht bleiben kann. Aber nicht auf dem Rücken der Immigranten. Genauso wenig wie auf unserem!” “Aber Deutschland wird immer unsicherer. Allein Berlin hat 50% Immigrantenkinder. Einige gut, aber viele auch nicht!” “Deutsche auch, ja.” “Ja, ein paar schon.” “Wissen Sie, mein Opa hat im 2.WK gekämpft. Er war vorher als Jugendlicher in Nürnberg, er wollte das sehen Er kam wieder, ging sofort ins nächste Parteibüro, und zog seinen Eintrittsantrag zurück. Er sagte, das wolle er niemals mitmachen.” “Mutiger Mann!” “Ja. Die haben ihm gedroht. Er ist trotzdem 97 geworden. Und glücklich. Er sagte, niemals wolle er sowas wieder.” “Ich verstehe.” “Er ging nach Amerika. Ja, dieses rassistische Land, wie er sagte, um Dinge auch zu ändern.” “Oh.” “Er sagte nie wieder darf unser Land rechts werden. Er wusste, wovon er sprach. Deshalb kann ich das nicht unterstützen, diese Art Änderung.” “Also ich möchte kurz klarstellen: Das möchte ich auch nicht. Die meisten der Mitglieder wollen das auch nicht! Die unteren.” “Und wie stellen Sie sich das mit der Partei dann weiter vor?” “Ausschlussverfahren für Höcke. Die lauten Hetzer müssen raus! Alle!” “Und dann?” “Dann brauchen wir die Sicherheit in diesem Land.” “Und dafür sollen 12Jährige vollstrafmündig werden?“ “Ja! Wer ändert denn sonst etwas an den Banden, die Kinder losschicken? Unbelehrbare Kinder, wie hilft man denen?” “Das kann ich Ihnen verraten: Wenn wir was ändern sollten, dann deren emotionale Bindung, nicht deren Wohnort in Sicherheitsverwahrung!” “Und das soll helfen?” “Ich kann Ihnen zumindest was über die Empirie dazu erzählen. Und die ist ziemlich eindeutig, was das angeht.” “Ja?” “Geben Sie einem Kind EINE zuverlässige Person, die an es glaubt, und sie bewahren es mit hoher Wahrscheinlichkeit davor, ein Straftäter zu werden.” “Auch bei den ganz schlimmen Familien?” “Ja, auch da. Und das letzte was ein Kind mit 12Jahren ist, ist fertig ausgereift!”

“Auch wenn die Eltern nicht wollen?”

Da hat sie von den Studien erzählt. Von den Kindern die nicht drogenabhängig werden. Von den Kindern die durch Lehrer/ Nachbar / Tante / Onkel wenauchimmer gerettet wurden, egal was ihre Eltern waren. Von den Kindern, die alles testen, um zu wissen, wann sie eben doch keiner mehr liebt. Von den Kindern, die in den Heimen sind. Davon, dass das völlig Nationalitätenabhängig ist. Dass wir zu wenig Pflegefamilien haben aber auch zu lange Kinder in Heimen behalten. Davon, dass wir manchmal viel früher nach Kindeswohl gehen müssten, was ihre ‘ansteigende Kriminalität’ erklärt. Davon, dass eigentlich dringend davon abgeraten wird, diese Kinder zusammen zu betreuen, weil es sie nachweislich kaputter macht.

“Warum denn?” Entsetzen. “Ist das billiger?” “Haha, nein. Viel teurer.” “Im Ernst???” Verstörung. “Ja. Heim kostet mehrere Tausende im Monat. Pflegeeltern so ungefähr 1000€ Kostenerstattung. Grob.” “Ohaaa. Das wusste ich nicht!” “Jetzt rechnen Sie mal die Gefängnisunterbringung pro Kind durch. Wärter. Lehrer. Erzieher. Betreuer. Psychologen.”

Nicken. “Bewehrungshelfer!” “Genau. Und jetzt stellen Sie sich vor, eine Straftat eines Kindes wäre ein Hilferuf.” “Okay?“ “Dann bräuchten wir pro Kind vllt einen Betreuer, wenn es in der Familie bleiben kann, der für es da ist. Vielleicht 1 auf 2 Kinder.” “Und dann?” “Ein Betreuer der da ist. An es glaubt.” “Und wenn die Familie aber bleibt wie sie ist?” “Das Kind wird es aber nicht.” “Weil?” “Weil es nicht um Meinungen geht. Um intelligent sein. Ich würde niemals mit einem NPDler inhaltlich argumentieren.” “Oh.” “Es geht ums emotionale. Das was wir im Gehirn schon nachweisen können, was da verkümmert, wenn uns keiner liebt. Das braucht jeder. Und wenn der Betreuer Alternative Emotionen bietet, dann ist die Meinung der Eltern erstmal sekundär. Aber im Gefängnis? Alternativen?” “Sie meinen, das ist möglich?!” “Ja! Wir sind uns einig, es muss sich was ändern. Wirklich. Aber bitte für die Kinder!” “Ich verstehe ihren Standpunkt.” “Ich habe mit diesen Kindern gearbeitet. Ich hab ihr Leid gesehen. Und wegsperren will ich sie nicht!” “Ich glaube Ihnen.” “Ja, wenige brauchen nen Warnschuss. Aber die meisten brauchen Liebe. Und das passt nicht zu Ihrem Parteiprogramm.” “Ja, wir gesagt, intern wird viel diskutiert, wenn wir die Lauten da oben nicht loswerden, dann sind wir bald kaputt.” “Nicht nur Sie. Auch die Kinder.” “Ja, wir müssen was tun!” “Ja, müssen Sie. Und die richtigen müssen laut werden!” “Ja, stimmt.” “Aber was immer Sie ändern, ändern Sie es für die Kinder. Die sind unsere Zukunft, nicht unsere Gegner.” Ernster Blick. Dann: “Sie haben mir viel zum Nachdenken gegeben. Ich danke Ihnen!” “Gerne. Ich geh dann mal einkaufen.” “Ja!”

Keinen Flyer, keine Gummiente, nix. Sie akzeptierte es so.

“Viel Erfolg beim Studium noch! Und helfen Sie vielen Kindern! Bitte!” Ernster Blick. “Ich versuchs. Viel Erfolg beim drüber nachdenken.” “Danke.”

Dann hat Mami noch die Leckerli-Stangen vom Netto gekauft und ist wieder nach Hause gekommen.

Liebe Menschen, in sechs Tagen wählt Ihr. Egal ob studiert oder nicht, egal wieviel Ihr besitzt und ob ihr mal Kinder wollt oder nicht: Ihr wart alle mal Kinder. Schutzbedürftig, schwach und auf Liebe angewiesen. Wann habt Ihr Euch das letzte Mal so richtig alleine gefühlt? Davor schützt kein Bildungsgrad. Wünscht Ihr das wirklich irgendeinem Kind? Fragt Euch das bitte, bevor Ihr Euer Kreuzchen macht. Die Kinder sind Eure Zukunft. Eure Rente. Wenn Ihr gelitten habt, so tut mir das leid, wirklich, ich habe das früher auch, wie Ihr auf diesem Blog nachlesen könnt. Aber das heißt nicht, dass andere auch leiden müssen.

Und, wie viele Kinder hast DU auf dem Gewissen? Wie vielen Kindern hast DU nicht zugehört? Hast DU nicht geholfen? Hast DU ausgelacht? Hast DU nicht gerngehabt aus Gründen, die DU nicht mal nennen könntest?

Und wie viele davon haben es verdient, weggesperrt zu werden?

Also, AfD, ich möchte reden! Meldet Euch! Sagt mir, warum Ihr Kinder einsperren wollt, statt sie zu lieben. Kinder, die die jeden lieben, der sie liebt. Warum? Ich warte.

Meauu!

Schneekönigin Kuka

Marsch für das Leben – Abtreibung – Oder auch: Das Leben der Anderen…

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich aus der Sommerpause zurück. Ich habe sie mit viel schlafen, Protest gegen das neue Katzenstreu und der Erkenntnis, dass es sich als Schoßkatze ganz gut lebt, verbracht.

Nun, drei Tage vor meinem 8. Geburtstag, bin ich zurück, den Flauschekopf voller wichtiger Themen, die ich unbedingt unter die Menschen bringen will.

Anlass um heutigen Post ist der sogenannte “Marsch für das Leben”, der im Fernsehen und im Internet viel diskutiert wurde. Da ich in Eurer Menschengesellschaft kein Recht auf öffentlichen Protest geltend machen kann, werde ich meine Meinung dazu nun mal hier kundgeben.

Der “Marsch für das Leben” – für alle die, die es nicht mitbekamen – war eine große Protestaktion gegen Abtreibung und deren Legalisierung. Die Protestierenden berufen sich dabei auf das “Recht auf Leben”, welches für sie bereits mit der Zeugung beginnt. Manche sind religiös orientiert, andere haben ganz persönliche Erfahrungen zum Protestieren bewogen. Die Gegner begründen ihre Forderung der Legalisierung auf die Selbstbestimmung der Frauen, welche die Kinder nun mal in ihrem Bauch wohnen lassen müssen.

In Deutschland ist Abtreibung von menschlichen Embryonen nicht legal, bleibt unter bestimmten Umständen aber straffrei. – Bei uns Tieren sieht das schon deutlich anders aus, aber Ihr dürft uns ja auch kastrieren ohne unsere Einverständniserklärung und unseren Pfotenabdruck! Aber bleiben wir bei der “Krone der Schöpfung”: Euch Menschen. – Dabei spielen das Alter der Schwangeren, die Schwangerschaftswoche und die psychische und physische Gesundheit von Mutter und Embryo eine wichtig Rolle.

Zunächst muss ich Euch etwas ganz Grundsätzliches erklären: Wenn Ihr Menschen auf Eure Individualität besteht, dann wäre es nur konsequent, jeden Fall, jeden Menschen, jedes Leben individuell zu betrachten, bewerten und beurteilen. Prinzipien und Regeln sind in einer Zivilisation zwar überlebenswichtig, aber sie sollten niemals eine gewisse Flexibilität ausschließen, denn das Leben ist nicht planbar!

Aus diesem Grunde werde ich etwas genauer differenzieren müssen in meinen Ausführungen zum “Recht auf Leben?”.

Hier ein paar Fragen, die jeder mal kurz bedenken sollte, bevor er dann weiter ließt:

1. Menschen:

– Wer treibt ab?

– Wer ist von einer Abtreibung betroffen?

– Wer protestiert?

– Wer berät, führt durch und hilft?

2. Gründe:

– Aus welchen Gründen wird abgetrieben/ eine Abtreibung in Erwägung gezogen?

3. Folgen:

– Aus den Situationen und dem Handeln können sich welche Folgen ergeben?

4. Konsequenzen:

– Welches Handeln könnte also möglichst viele zufriedenzustellen?

Ich beantworte diese Fragen wie folgt:

1. Frauen lassen abtreiben, menschliche Frauen. Betroffen sind Frauen verschiedenster Herkunft, die Erzeuger und die Ebryonen. Proteste gegen die Abtreibung kommen von Männern, von Menschen, die abgetrieben werden sollten und von einigen Frauen, die das Handeln der anderen Frauen nicht nachempfinden können, da sie niemals abtreiben würden. Auf der anderen Seite stehen die Frauen, die alleine gelassen nur konsequent fordern, auch alleine über ihren Körper zu bestimmen. Es gibt verschiedene Beratungsstellen, staatliche und religiöse, die zur Verfügung stehen und auch mit verschiedenen Ansätzen beraten. Den Eingriff nehmen Ärzte vor. Wer den Frauen hilft und beisteht? Meistens niemand.

2. Minderjährigen Frauen wird nicht selten bei einer ungewollten Schwangerschaft zur Abtreibung geraten. Ein Baby würde die gesammte Zukunftsplanung durcheinanderbringen, oft fehlt es an Geld, von den Fähigkeiten, ein Kind zu erziehen, ganz zu schweigen. Hier bleibt eine Abtreibung normalerweise straffrei.

Ab der Volljährigkeit wird die Begründung einer Abtreibung schon schwieriger. Da gibt es Frauen, die niemals Kinder wollen oder viel später und ihre gesamte Lebensplanung in Gefahr sehen; Weil ein Kind den Job gefährdet, der Vater nicht verfügbar ist oder Ergebnis einer unerwünschten Beziehung ist.

Es gibt auch Frauen, die selbst psychisch und oder physisch nicht oder nur schwer in der Lage sind, ein Kind zu bekommen und großzuziehen.

Ein ganz anderer Fall sind Opfer von Missbrauch und Vergewaltigungen. Bei uns Katzen wird da ja nicht unterschieden, wenn wir zur Züchtung benutzt werden, setzt ihr uns einen Partner vor und wartet ab. Mitbestimmung ist also nur Euch Menschen vorbehalten. Ihr habt ein anderes Verständnis von Fortpflanzung…

Dann gibt es noch Frauen, die abtreiben wollen, weil ihr Menschen die Ebryonen bereits vor der Geburt untersuchen könnt und somit entscheiden könnt, ob das Kind Euren Vorstellungen von Gesundheit und geistiger Verfassung entspricht. Bis zur ersten Wehe darf dann im Mutterleib getötet werden, auch wenn das Kind lebensfähig wäre. Geboren werden muss es übrigens trotzdem normal, denn in Luft auflösen könnt ihr den Körper auch im Mutterleib noch nicht.

Das sind die Hauptgründe, auf die sich die meisten Fälle letztendlich zurückführen lassen. Wenn Ihr einen Punkt nicht bedacht seht, verzeiht, ich bin auch nur eine Katze und von der Materie daher nicht betroffen.

3. Die Folgen einer Abtreibung oder das Unterlassen selbiger sind ebenfalls sehr verschieden. Eine Abtreibung kann zur Unfruchtbarkeit führen. Die psychischen Folgen können die Frauen ihr lebenlang verfolgen – oder sie völlig kalt lassen.

Menschen können in Bedrängnis geraten, Zahlungen können anfallen, Jobverlusste sind möglich, wenn das Kind geboren wird. Behinderte Kinder können sehr viel Arbeit machen. Frauen werden täglich an ihre Vergewaltigung erinnert, wenn sie ein Kind bekommen, dass durch Gewalt entstanden ist… Das sind alles nur mal ein paar Stichworte und Gedanken dazu.

4. Sinnvolle Handlungsweisen, die möglichst viele zufriedenstellen, können darauf aufbauen: Geht man davon aus, dass die wenigsten Frauen gerne abtreiben, geht es also um eine Lösung, die Abtreibungen auf ein Minimum reduzieren. Und wie?

In den letzten Tagen habe ich immer wieder gelesen, Abtreibung wäre das drücken vor Verantwortung seitens der Frau. Das mag grundsätzlich stimmen, ist für mich aber nicht weitgenug gedacht: Weil Frauen schwanger werden, sind sie also in der Verantwortung? Soweit mir bekannt ist, gehören dazu immer zwei: Ein Mann und eine Frau. Das ist wie bei uns Tieren auch. Ihr Menschen habt Verhütung erfunden, wenn sie nicht ausreichend benutzt wird, weil ihr nicht richtig kommuniziert, ist das niemals die Schuld einer Person alleine! Wenn die Verhütung versagt (ja, auch das kommt vor trotz richiger Verwendung!) sind immer noch zwei dafür verantworltich. Lediglich bei Anwendung von illegalen Mitteln ist eine Seite Schuld. Die andere sollte dabei aber nicht noch mehr benachteiligt werden, als sie es ohnehin schon ist.

Während ihr also für das Leben marschiert, frage ich mich, warum mal wieder nur Symptombekämpfung betrieben wird. Statt gegen oder für Abtreibung zu protestieren, sollten lieber Maßnahmen ergriffen werden, die Abtreibung weitestgehend unnötig machen. Und da, liebe Menschen, seid ihr alle gefragt!! Ich stelle einfach ein paar Fragen, üblicherweise fühlen sich meistens die Richtigen angesprochen:

Wer von Euch Männern ist schonmal ungewollt schwanger geworden und kann die Sorgen nachvollziehen? Wer von Euch ist der Gefahr ausgesetzt, ungewollt schwnger werden zu können? Wer von Euch tut alles für eine angemessene Verhütung? Wer on Euch drückt sich vor dem Unterhalt für seine Kinder? Wer von Euch hat bei den überraschenden Worten der Sexualpartnerin “Ich bin schwanger!” souverän reagiert, ihr volle Unterstützung zugesprochen und selbige auch genauso gegeben? Wer von Euch hat diesen Frauen Geld, Trost und Zeit gespendet? Wer würde ein Kind adoptieren? Und wer von Euch hat sich nicht nur darauf verlassen, dass sein Kind gesund ist, sondern gesagt, dass er ein behindertes nicht ertrüge?! Wer hat geholfen, diese Kinder großzuziehen? Wer hat seine Kinder vollständig aufgeklärt und würde sie nicht wegstoße, sie würde Euch nicht trotzdem ungewollt zu Großeltern machen?

Kurz: WER VON EUCH HILFT? WER ZEIGT EMPATHIE?

Vom Marschieren allein ist noch keinem Kind geholfen. Und von Verboten auch nicht. Wer nur große Töne spuckt, aber sonst nichts tut, den kann ich leider nicht ernstnehmen. Und liebe Frauen: Ihr müsst ja nicht abtreiben. Nur hört doch endlich mal auf, ständig über die anderen zu urteilen! Gesellschaft und Staat müssen helfen. Wenn der Staat die Kinder braucht, möge er besser mit den Frauen und Kindern umgehen. Die wenigen Abtreibungen, die dann noch blieben, sind Zeichen für unperfekte Menschen. Aber erstmal kümmert Euch um den Rest!

Vom Marschieren alleine kommt nichts! Ihr alle urteilt über das Leben der Anderen. Arme Menschen!

Denkt mal drüber nach. Ich erinnere jetzt Mami daran, dass bald Abendessens-Zeit ist!

Meauu, werdet mal menschlich!

Schneekönigin Kuka

Big Brother is watching you – Von Überwachung im Großen und Kleinen.

Hallo meine Lieben,

nachdem ich nun einigen Zeitaufwand betrieben habe, um den Blog umzutopfen, habe ich nun endlich wieder Zeit, mich einem weiteren Thema zu widmen, dass mir am Herzen liegt.

Über Überwachung wird viel in Euren Medien gesprochen, spätestens seit Snowden. Fast alle sind sich einig, dass Überwachung gegen das Recht auf Freiheit verstößt. Deshalb möchte ich heute mal darüber nachdenken, welche Rolle Überwachung in eurem – und vielleicht auch in meinem – Leben spielt.

Flughafenkontrollen kennen wir alle, ich bin ja auch von Spanien nach Deutschland geflogen. Ist euch eigentlich klar, dass wegen ein paar Verbrechern jeder, der fliegen will, kontrolliert wird? Ihr steht alle unter Generalverdacht, aber wer beschwert sich da über Privatsphäre? Beschwerden kommen erst, wenn ihr Menschen nackt gescannt werden solltet – warum der Aufstand, ich trag ja auch nur Fell am Körper und mecker nicht!?

Dieser Generalverdacht berührt Euch aber nur, wenn Ihr Euch von Nagelscheren und Kosmetika trennen müsst, weil sie irgendeine Länge überschreiten und deshalb als gefährlich gelten oder nur wenig zu trinken mitnehmen dürft, weil ihr Menschen so schlau wart, Flüssigsprengstoff zu erfinden.

Nun werden also Eure Computer, Tablets und Handys überwacht und ihr schreit auf, wieso die Amerikaner so etwas tun. Mal abgesehen davon, dass sich das doch bereits die meisten denken konnten, ist Überwachung für Euch wirklich so neu? Ja?

Dann gehört ihr zu den wenigen, die keine Eifersucht in Beziehungen kennen? Gratulation, das ist schwer bei dem, was die Medien bieten: Zeitschriften voller Treuetest (Natürlich nur als Orientierung, keine absolute Garantie), das Internet voll mit Kontakbörsen, die nur teilweise auf das Verlieben im 11 Minuten Takt (laut Werbung) ausgelegt sind, und das Fernsehen, das in diversen Soaps zeigt, wie Menschen belügen und betrügen und notfalls auch mit Wahrsagern oder Treuetestern dient.

Da ist es fast nicht verwunderlich, wenn immer mehr Menschen auf die Idee kommen, den Partner zu kontrollieren. Es fängt ganz harmlos an, mit dem Kontrollieren der SMS und Anrufe. Irgendwann kommen die sozialen Netwerke und Chats dazu, wer den Partner wirklich liebt, rückt doch sein Passwort raus, wenn er nichts zu verbergen hat. Aber das ist meistens noch nicht genug. Tagebücher – auf Papier, auch das gibts noch – werden gelesen und auf Verdächtiges überprüft.

Und wenn das alles noch nicht reicht, gibts es ja im Internet genug Software, die es gegen Geld erlaubt, Menschen dank zu orten. Zwar muss man dafür auf dem ausspionierten Handy eine Bestätigung ausführen, aber wer SMS kontrolliert, kriegt auch das nebenbei hin. Das ist dann aber ok. Es wird in den Medien erklärt und akzeptiert, es gilt fast als normal.

Es ist natürlich ein trauriger Fakt, dass ihr Menschen Euch teilweise betrügt, doch wenn die Eifersucht begründet sein sollte, warum habt ihr den Partner dann noch? Entweder ihr traut ihm oder ihr lasst es. Nur wenn ihr anderen mehr traut als dem eigenen Partner, ist es eh schon zu spät.

Wir halten also fest: Wenn es um Triebe geht, ist Überwachung ganz normal, wenn es um Macht geht, dann nicht mehr. Aber es fängt im kleinen an. Also wundert Euch nicht, wenn man Euch nicht ernt nimmt…

So, ich gehe jetzt mal grade in Mamis Mails checken, ob sie schon mein Futter für diesen Monat bestellt hat.

Bis demnächst!

Meauu, seid geflauscht!

Schneekönigin Kuka

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Offener Brief an Herrn Jauch und seine Gäste zum Thema ‘Inklusion’

Sehr geehrter Herr Jauch,
zusammen mit Mami und Papi habe ich gestern Ihre Sendung verfolgt – zumindest das, was die Untertitel hergaben.. Sie hat mich so beschäftigt, dass ich sie mir heute mit Mami noch mal in der Mediathek (ohne Untertitel, wir haben keine gefunden!) angesehen habe. Sie hat sie mir gedolmetscht – schon arm, dass eine Sendung über Inklusion ohne Gebärdendolmetscher gesendet wird…
Doch will ich mich nicht weiter mit Kleinigkeiten aufhalten, ich habe eigentlich ganz andere Anliegen.
Ich möchte mich dabei direkt an die Beteiligten richten, einzeln und Stück für Stück, soweit sich das auseinander dividieren lässt. Ich bin zwar nur eine taube Katze, aber irgendwie liegt mir die Bildung dieses Landes, das mich aufgenommen hat, doch sehr am Herzen.

Liebe Frau Kühne,
ich möchte Ihnen dazu gratulieren, dass Sie ein selbstbewusster Mensch geworden sind und finde es sehr traurig, dass in diesem Sozialstaat arbeitswillige Menschen wie Sie arbeitslos sind, weil sie unterschätzt werden… Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie wirklich ihren Traumberuf ausüben können, es gibt in Deutschland nämlich wenige, die das wirklich tun.
Sie haben auch völlig Recht, dass Angst kein guter Ratgeber ist, aber vorsichtig muss man schon sein. Nur in einem Punkt widerspreche ich: Ja, natürlich müssen Schüler lernen dürfen, aber warum soll das an Förderschulen nicht möglich sein? Genau das ist der Sinn einer Förderschule. Wenn die Lehrer die Kinder nicht ausreichend fördern, sind sie schlechte Lehrer.

Damit komme ich nun zu Ihnen, Frau Ehrhard:

Ich finde es toll, dass Sie sich für Ihren Sohn einsetzen, in dieser Gesellschaft braucht man durchaus Ellenbogen.
Aber bitte verlieren Sie dabei nicht den objektiven Blick:
Ich möchte gar nicht darüber urteilen, was für Henry das Beste ist, ich kenne ihn nicht und man muss wohl davon ausgehen, dass Eltern stets das Beste für ihr Kind wollen, sonst funktioniert unser Rechtssystem nicht mehr. Sie wollen, dass Ihr Sohn wie jedes andere Kind behandelt wird? Ich habe meine Menschenmutti gefragt, wie sie als Schulkind behandelt wurde, sie hat geantwortet:
Sie ist in eine Brennpunktgrundschule gegangen, wo es schon besonders war, wenn Deutsch die Muttersprache war. Mit ihrer gehobenen Sprache war sie da schnell eine Ausgeschlossene, die sie ihre gesamte Schulzeit blieb. Hochbegabung nannte das keiner, auch wenn das wohl richtig gewesen wäre, sie war einfach schwer einzugliedern. Zum Wechsel aufs Gymnasium musste sie die entsprechenden Noten vorweisen, denn da wird längst nicht jeder aufgenommen. Schule ist nun mal Leistung. Es stimmt wohl, dass auf dem Gymnasium längst nicht mehr nur die Intelligenten sind, aber finden Sie das wirklich gut? Was ist denn die Aufgabe von Schule? Bilden und Erziehen. Wenn wir alle über Fachkräftemangel und Pisastudie jammern, geht es wohl vorrangig um die Bildung. Und das ist auch gut so. Natürlich können sich die schwächeren an den Stärkeren orientieren, aber was machen die Starken? Sie gehen kaputt. Nicht alle, denn sie sind genau so individuell wie alle anderen auch, aber die meisten. Ihr Sohn soll angemessen gefördert werden? Dafür hebe ich meine Pfote. Aber dann gestehen Sie doch bitte all den anderen Kindern auch zu, dass sie gefördert werden müssen. Wer soll die Pädagogenausbildung, die gebraucht wird, denn noch machen, wenn alle gleich gemacht werden? Haben Sie immer mit ihren Freunden in einer Klasse sein können? Dann gehören Sie ebenfalls zu einem sehr geringen Prozentsatz, die meisten müssen sich nämlich neue Freunde suchen nach dem Schulwechsel. Weshalb sollte Henry denn nicht neue Freundschaften schließen? Warum soll er bei den alten bleiben? Jeder muss neue Freunde suchen, warum er nicht?
Natürlich müssen die Behinderten in unserer Gesellschaft präsenter werden, aber warum soll das alles die Schule machen? Schule ist lernen und Bildung. Viel wichtiger wäre doch, dass Freizeitveranstaltungen für alle angeboten werden. Solche, bei denen alle gleich mitmachen können und nicht in Sonderpositionen ihr eigenes Niveau verfolgen müssen.
Und Kochen wird auch in Regelschulen unterrichtet. Wer sich die aktuellen Zahlen zur Ernährung ansieht, wird mir wohl zustimmen, dass Dosenfutter eigentlich selbst für uns Katzen zu schlecht ist. Kochen sollten also eigentlich alle lernen, wobei das früher die Eltern vermittelt haben.
Denken Sie bitte mal ganz neutral drüber nach ohne das arrogante Gehabe von gestern Abend, das auch nur viele Tränen verstecken sollte, dann wären Sie viel sympathischer!

Herr Kraus,
Sie sehen also, ich stimme Ihnen zu, Deutschland braucht ein differenziertes Bildungssystem und Italien kann man nicht als pauschales Beispiel nehmen, denn die Qualität der Inklusion hat keiner genannt… Ich halte Partnerschaften von Schulen untereinander für eine prima Idee, das sollte ausgebaut werden. Natürlich müssen Schüler auch mit schlechteren zurecht kommen, aber nicht immer und überall. Ich finde sogar, das System muss noch individueller werden.. (siehe Blogeintrag: Inklusive Bildung – Umdenken dringend nötig, Gleichmacherei nicht!),
Doch rate ich Ihnen mal, eine Förderschule zu besuchen, so rein zum Hospitieren. Dort wird bei weitem nicht alles so gefördert wie es sollte. Auch in den Förderschulen wird nur mit Wasser gekocht, wirklich kreativ sind die wenigsten, neue Wege wären hier durchaus sinnvoll…
Ihre Definition von Inklusion gefällt mir dabei genauso wenig wie die der anderen, später (und im vorherigen Post) mehr dazu… Kindeswohl sollte dabei ohne Frage das erklärte Ziel sein, nur wer darüber urteilen kann, bleibt wohl zu diskutieren… Danke an dieser Stelle auch dafür, dass sie sich über die Politik in Rheinland-Pfalz informiert haben, Sie haben Recht, es ist mau dort mit Inklusion,

denn, werte Frau Dreyer,
was Sie da gestern so schön erzählt haben, ist leider nur ein kleiner Teil der Wahrheit, ich denke, dass wissen wir beide… Ihre Schwerpunktschulen, die Sie als Allheilmittel verkaufen, sind zwar ein netter Anfang, aber nichts worauf man sich ausruhen sollte. Wenn der Besuch eines Förderkindergartens den normalen Schulbesuch verbaut, sollten Sie vielleicht zur Abwechslung mal Geld in die Hand nehmen und in die Betreuung investieren. Sie werden die Förderschulen zwar nicht aktiv schließen, aber Sie machen die Ausbildung der Förderschulpädagogen so schlecht, raten sogar davon in Flyern ab, dass Sie sie von innen heraus zerstören. Glückwunsch. Sie müssen schließlich genauso wenig wie all die anderen Entscheidungsträger nochmal die Schulbank drücken und ich maße mir an, zu behaupten, sie haben auch nie ‘als Behinderte’ eine gedrückt. Es war ja nett, dass sie als Politikerin da waren – das mag Ihre Äußerungen ja teilweise erklären – aber die Erwähnung als MS-Krankheit glich eher einer Farce, denn sie hat mit der Inklusion an Schulen gar nichts zu tun.
Die Welt, in der nicht kategorisiert wird könnten Sie mir dann übrigens bitte gleich nach der gelebten Inklusion in den letzten 30 Jahren zeigen. Wenn das alles ist, was in den letzten 30 Jahren passiert ist, dann verstehe ich, warum Sie sich auf die Schulter klopfen, dass nicht mehr wie im 3. Reich Euthanasie von Behinderten und chronisch Kranken betrieben wird! Lassen Sie bitte die Kirche im Dorf, auch wenn ich die Idee Ihres Heimatdorfes toll finde; von Inklusion habt Ihr Politiker genauso viel Ahnung wie ich als Katze von Kirchen….

Eindeutig mehr Ahnung hat da eindeutig Herr Klinge,
dem ich hoch anrechne, dass er direkt jeglichen Expertenstatus jenseits der Glasknochen ablehnte. Mit den aktuellen Kapazitäten haben auch Lehrer wie Sie wenig Möglichkeiten, eindeutig. Ich finde es gut, dass Sie auf die emotionale Seite der Kinder aufmerksam machen. In einer Zeit wo immer mehr von euch Menschen emotional überlastet sind, müssen doch besonders die Kinder ernstgenommen werden. Schule und Pubertät sind schon für jeden schwer zu meistern, ohne jemand ‘Verbündeten’ an der Seite kann das ganz schön grausam sein (sagt Mami!) Ob wir nun wirklich für jedes Fach einen Sonderpädagogen brauchen, sei dahingestellt, aber mehr auf jeden Fall. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft für die Kommunikation, sie wird noch bitter nötig sein.

Lieber Herr Jauch,
Sie sehen, ich habe kein Interesse, Ihre Sendung einfach so zu zerreißen, ich möchte schon eine Botschaft loswerden: Die Welt muss anfangen, wertzuschätzen. Wir brauchen keine Akzeptanz oder Tolleranz, wir brauchen Wertschätzung. Ich möchte ein paar Beispiele nennen:

Die Meinungen! Ein objektiver Journalismus wurde gestern eindeutig NICHT betrieben. Wer ein Beispiel von gelungener Inklusion in die Runde aufnimmt, muss auch einen dazusetzen, der gescheitert ist, kaputt gegangen und verzweifelt ist. Auch waren die Gäste zwar vielseitig, aber auch der erste Einspieler zur Inklusion zeigte: Behinderung ist in den Medien nicht viel mehr als Down-Syndrom und Rollstühle. Wo waren “die Körperbehinderten”, die vielleicht einfacher einzupassen sind, aber trotzdem fast alle ziemlich verzweifelt über die Bedingungen sind?

Die Informationen! Es gibt weitaus mehr Informationen als irgendwelche Zahlen für Kosten, wer kann damit schon etwas anfangen? Selbst die Politiker haben die ja nicht im Griff.

DIE FÖRDERSCHULEN! Ich bin froh, mich nicht als Mensch bezeichnen zu müssen. denn was seid ihr für Wesen, dass Ihr Förderschulen als ‘Abschieben’ bezeichnet. Das 3. Reich habt ihr wohl noch lange nicht überwunden. Wenn wir nicht in einer Leistungsgesellschaft leben sollen, warum ist es dann so wichtig, wie man die Schule bezeichnet, an der gelernt wurde? Solange wir Menschen darüber bewerten, welchen Abschluss sie haben, solange ist Inklusion noch weit weg. Warum wäre es denn schlimm, wenn Henry eine Sonderschule besucht? Ist er davon ein schlechterer Mensch? Wer dieser Meinung ist, gehe sich in meinem Katzenklo vergraben.

DIE MENSCHEN! Die ganze Unterhaltung war reinste Rechtfertigung. Solange Menschen sagen ‘Ich bin blind, aber gebildet’, ‘ich hab Down-Syndrom, aber kann Klavier spielen’, solange glaubt die Gesellschaft, dass eine Reckfertigung notwendig ist. Hört auf, die Vielfalt zu rechtfertigen. Erst dann wird sie normal!!!

Ein behinderter Mensch muss genauso wie jeder andere seine Grenzen und Stärken kennen. Wenn er damit im Reinen ist, rechtfertigt er sich nicht mehr. Dann kann er souverän sagen ‘Ich war auf der Förderschule für XY’. Hier werden mal wieder nur die Symptome gelindert. Erst wenn Ihr versteht, dass jeder Fehler hat, und das auch gut so ist, könnt Ihr jeden so sein lassen, wie er ist. Um dazuzugehören muss man nicht die gleichen Einrichtungen besucht haben, man muss nur eines verstehen: Es sind nicht DIE BEHINDERTEN. Sondern es sind die Menschen, die alle einzigartig sind und es gibt keinen Grund, sich dafür zu rechtfertigen.

Tatsächlich würde keiner auf die Idee kommen, einen Rollstuhlfahrer auf ein Schwimminternat zuschicken, wo die Elite ausgebildet wird. Warum? Weil es keine Schande ist, nicht soooo sportlich zu sein. Warum sollte es also eine Schande sein, auf einer guten Förderschule zu sein?

Ich wünsche mir, dass Sie alle sich das mal genau überlegen, es geht um EURE ZUKUNFT. DIE KINDER SIND EURE ZUKUNFT, also geht gefälligst mit ihnen auch so um! Und eigentlich sollten die Politiker vor den Bildschirmen sitzen und von den Betroffenen lernen, nicht umgekehrt.

Mir kann es ja egal sein, ich höre den Mist, den ihr redet nicht!
Hochkatzungsvoll,

Schneekönigin Kuka

P.S. Über eine Antwort freue ich mich sehr!

Inklusive Bildung – Umdenken dringend nötig, Gleichmacherei nicht!

Hallo ihr Lieben,
nach meinem Eintrag gestern zur blauen Briefen, folgt heute einer speziel zu Inklusion an Schulen. Ich muss zugegebener Maßen auf diverse Erzählungen von Mami zurückgreifen, da ich selber noch nie in einer Schule war – die gibt es nur für Menschen, Hunde und Bäume – bin mir aber sicher, genug zu wissen, um Euch berichten zu können. Ich kann dabei selbstverständlich nicht vollständig berichten, aber ich gebe mir Mühe, so viel wie möglich anzusprechen….
Zunächst möchte ich dazu noch mal den Grundgedanken der Inklusion erwähnen: “Gleiche Rechte für alle, unabhängig von Geschlecht und körperlicher Verfassung”, so mal kurzgefasst.
Nun ist die Frage, was ist die Aufgabe der Schulen? Fürs Leben lehren. Sie soll uns für das Berufsleben später rüsten, uns sozialisieren und nebenbei auch noch Wissen vermitteln.
Was passiert nun, wenn man diese beiden Dinge zusammenpackt, Schule und Inklusion? Um ehrlich zu sein passiert fast nur Murks. Wurde der Gedanke der Inklusion geboren, um Menschen von Benachteiligung zu befreien, werden sie es nun erst recht! Denn man muss doch unterscheiden zwischen den Behinderungen, die so verschiedenartig sind, dass es vermutlich keine mehrmals gibt, weil jede doch wieder eine Abwandlung hat. Behinderung – die meisten denken da an jemanden im Rollstuhl oder jemanden mit Trisomie 21 (Down-Syndrom). Schon dies sind Beispiele für zwei völlig unterschiedliche Phänomene. Das eine ist eine körperliche Einschränkung, das andere wirkt sich auf die Intelligenz und Handlungsfähigkeit aus. Würde wir beide nun in eine normale Schule schicken, viele wären überrascht, was für Probleme auftreten könnten: Der Rollstuhlfahrer würde vor den meisten Schulen einfach stehen bleiben – er käme nicht rein. Unser Alltag ist von Treppen bestimmt, auch zu den meisten Aufzügen führen Treppenstufen.. Unser Trisomie21-Kind käme rein, wenn auch vermutlich mit langsamen Schritten. Manche bekämen Angst bei den vielen Schülern, andere gehen auf sie zu, begrüßen sie freundlich, nehmen sie in den Arm, auch völlig fremde. – Spätestens hier schüttelt ihr nun den Kopf. Ihr findet es zwar toll, wenn ich als Katze Euch begrüße, Euch um die Beine streiche und mich ankuschel – aber Menschen dürfen das nicht. Ihr seid schon ein komisches Volk. Wenn ein Mensch auf Euch zukommt und Euch umarmt, erwartet er zuerst meist etwas schlimmes, wenn ich auf Euch zukomme, erwartet ihr erstmal nicht, dass ich Euch kratze! Warum denn? Nur weil ich Fell habe? Es gibt kaum Menschen, die lieber sind als grade diese Kinder – und doch schreckt ihr zurück. Damit diese Kinder angenommen werden, müsste sich ale das Denken ändern, das Körperkontakt und Freundlichkeit für vorgeschoben und unnatürlich hält. Unser Rollstuhl-Kind hätte da eher andere Probleme: Sportunterricht. Pausenvertreiben, Toilettenbesuche – und das nur bei einfacher Behinderung, von mehrfacher Behinderung ganz zu schweigen.
Jetzt habe ich nur die schwierigen Beispiele genannt? Ok, nehmen wir mal was ‘leichtes’: Blinde. Damit meine ich eine irreparable Schädigung des Sehvermögens, die NICHT mit Gestellen mit Glas oder kleinen gewölbten Gläschen behoben werden kann. Im Gegensatz zu uns Katzen seid ihr Menschen übrigens angeblich alle nachtblind. Mami sagt, ich bin nachtblind – also fast, aber das stört nicht wirklich, da ich bei Dunkelheit eh lieber schlafe…
Der blinde Schüler wird mit Stock und/ oder “Schnalzen” wohl ins Schulgebäude kommen, hinfinden kann er alleine aber nicht einfach so. Auch die Räumlichkeiten muss er erst auswendig lernen, bevor er sie findet. Er kann problemlos mit seiner Umwelt kommunizieren, die Emotionen entnimmt er den Stimmen, aber auch das schützt ihn bestimmt nicht davor, einfach umgerannt zu werden… Sport ist ebenfalls anders und Pausengestaltung ist beim geistigen Austausch ohne Auffälligkeiten, bei körperlicher Betätigung aber schwer…
Den Unterrichtsstoff müssen sie auditiv aufnehmen oder mit Braille-Schrift – aber welche Unterlagen liegen auditiv vor? Auch mitschreiben wird schwer, hier ist eine Asistenz gefragt….
– Da doch lieber nicht hören können – oder? Also ich lebe damit ja sehr gut. Aber ich muss auch nicht dem Unterricht folgen. Bei Gebärdensprachlern werden Dolmetscher gebraucht und Mitschreibkraft – wer gebärdet und gucken muss, kann nicht mitschreiben! Filme müssen untertitelt (gezeigt!!) werden und Unterrichtsbeiträge müssen in BEIDE Richtungen übersetzt werden – meistens jedenfalls äußern sich Gebärdensprachler nicht verbal – schon peinlich, dass Ihr das ‘mündliche’ Noten nennt…
Kinder, die lautsprachlich erzogen wurden (dafür gibt es genauso viele gute Gründe!) haben es da doch am besten – oder nicht? Genau weil das alle denken, ist es für sie richtig schwer. Sie ‘können ja reden und hören auch bestimmt’. Mitschreiben ist aber schon bei geringem Hörverlust sehr schwer. Technik funktionierte noch nie wie sie sollte – und Fremdsprachen lernt man doch übers hören, also üben alle schön Hörverstehen. Dem schnellen Wechsel der Sprecher zu folgen ist dabei so anstrengend, dass die Pause meist zu völligen Regenerierung benötigt wird…
Dies sind nur einige, sehr wenige Beispiele für Barrieren im Schulalltag, die viele vergessen, wenn sie von “voranschreitender Inklusion” sprechen. Was schreitet denn voran? Die nicht-Akzeptanz von den Schulen, die mal ‘Sonderschulen’ hießen. ihr benennt sie um in “Schule mit Förderschwerpunkt XY” und meint, Schüler hätten “Sonderpädagogischen Förderbedarf”, aber angesehener sind sie davon noch lange nicht, eher mitleidig.
Das Problem ist das “Normal-Denken”. Wer nicht in Normen passt, hat halt Pech. Dabei wird gerne übersehen, dass ein Umdenken allen helfen würde. Inhalte vom Lehrer zu Papier gebracht verhindern Fehler beim Abschreiben und bei richtiger Anleitung werden sie durchaus nochmal in die Hand genommen, wenn etwas nicht verstanden wird. Mit dem richtigen Programm ist das dann schnell in Blindenschrift übersetzt: Mitschreiben UNNÖTIG. Ihr glaubt gar nicht, wie viel mehr Beteiligung das geben kann, wenn ihr plötzlich beide Pfoten freihabt und denken könnt, statt zu schreiben… Gebäude mit Fahrstühlen und Barrierefreien Brandschutzvorkehrungen helfen beim Transport vieler Dinge, nicht nur von Rollstühlen.
Erst wenn solche Maßnahmen getroffen wurden, müssen wir über den sozialen Aspekt reden. Aber das mache ich ganz kurz: DEUTSCHLAND; DEINE SCHÜLER GEHEN AN DEINEM SOZIALEN GEFÜGE ZU GRUNDE, ALLE! DIE EINEN VERLIEREN OHRE PERSÖNLICHKEIT, DIE ANDEREN DEN GLAUBEN IN SOZIALE MENSCHEN!! (Post dazu folgt garantiert noch mal.. Wenns passt!)
Ihr merkt, viele ‘teure’ Dinge sind entweder für viele von Nutzen, oder mit nachdenken zu umgehen. Wenn der Unterrichtsstoff schriftlich verteilt wird, braucht keiner mehr eine Mitschreibkraft.
Was dann fehlt, ist eine fehlende Kommunikationsart zwischen tauben und Blinden.. Wenn wir die finden, brauchen wir auch keine Dolmetscher mehr – aber sie muss alltagstauglich sein… Bis dahin würde es schon reichen, Gebärden als Unterrichtsfach anzubieten, dann wären Dolmetscher in den meisten Fällen auch nicht nötig!

Fest steht: Es bleibt noch viel zu tun! Oder wollt ihr einen Autisten, dessen absolutes No-Go meist auch die Berührung von fremden Menschen ist, in eine Schule stecken mit einem Kind mit Trisomie21, das gerne jeden umarmt? Liebe Leute, so geht das nicht. Wenn Schüler nie alleine in den unterricht gehen können, weil sie immer eine Assistenz brauchen, SIND DIE BEDINGUNGEN FALSCH, NICHT DIE SCHÜLER!
Ändert die Bedingungen, es wird den meisten viel Frust und Demütigung ersparen. Dafür setzt lieber mehr Betreuer in die Schulen, die sich rein um das psychische Wohl der Kinder kümmern. Ansprechpartner für Probleme, die nicht nur aufnehmen, sondern HANDELN!

INKLUSION IST EINE FRAGE DER QUALITÄT; NICHT DER QUANTITÄT!
ihr müsst erst eure Einstellung zu Behinderungen ändern, bevor ihr einfach Kinder in irgendwelche Schulen verpflanzt, weil sie ein Recht darauf haben. Wer in die Gesellschaft möchte, dem macht Platz. Wer aber nicht hineinpasst, weil er nicht möchte oder aus körperlich/ psychischen Gründen nicht kann, dem müsst ihr genauso erlauben, so zu sein, wie er will.
Inklusion ist ein Recht. Aber macht es nicht zur Pflicht. Es sind schon Kinder kaputt gegangen, weil Eltern sie unbedingt auf Regelschulen schicken wollten. Das können wir alle verhindern, indem wir alle Lehrer gleich achten, egal welche Schüler sie haben, und alle Menschen gleich, egal welche Schule sie besuchen. Es ist noch niemand ein liebenswerterer Mensch geworden, nur weil er auf einem Gymnasium war!

WACHT AUF! IHR SEID DOCH ALLE MENSCHEN, BEHANDELT EUCH GEFÄLLIGST AUCH SO! Kinder können gemeinsam spielen und doch auf verschiedene Schulen gehen. Nur lernen, das sollte jeder so, wie ers am besten kann, nicht so, wie es nun mal alle machen!

Ihr erinnert Euch? INKLUSION IST DIE ANPASSUNG DER GESELLSCHAFT AN DEN EINZELNEN!

Und während Ihr mal drüber nachdenkt, wie viele Schranken in euren (studierten) Köpfen sind, hoffe ich still, dass vielleicht mal irgendein Politiker das ließt UND VERSTEHT. Bitte. Danke.

Meauu, seid geflauscht!

Schneekönigin Kuka

Der Blaue Brief – Ein Rotes Tuch: Liebe Lehrer, ich habe heute leider KEIN Verständnis für Euch!

Hallo Ihr Lieben,
heute melde ich mich mal wieder, weil ich meine Wut ablassen muss und der Kratzbaum zum Abreagieren grade nicht reicht. Mami hat mir heute aus gegebenem Anlass mal etwas über das Menschliche Schulsystem erklärt – und mich geschockt. Ich wusste nicht, dass Ihr “intelligenten, sozialen” Menschen so mies mit Euren Kindern umgeht!
Ich maunze hier nun von allen Schülern, die Noten bekommen, möchte aber anmerken, dass in diesen Zeiten der unvollständigen Inklusion natürlich besonders auf die ‘anderen’ Kinder geachtet werden muss!
Ich rede dabei gar nicht vom Schulsystem allgemein (dazu könnte ich mindestens noch so viele Blogeinträge schreiben wie ich Haare habe!) sondern von einem ganz bescheuerten Phänomen: Dem blauen Brief.
Zur Erklärung für die Glücklichen, die nie mit ihm Bekanntschaft machen mussten: Wenige Monate vor der Zeugnisvergabe, wenn es quasi schon zu spät ist, verschickt die Schule Briefe (früher in einem blauen Umschlag!), in denen Eltern von versetzungsgefährdeten Schülern darüber informiert werden, in welchen Fächern ein “ausreichend” nur noch schwer erreicht werden kann. 
Jetzt im Ernst, das machen die Schulen und Lehrer wirklich so. Noch Fragen, warum Eure Menschenkinder kaputt gehen? 
Jetzt denken wir doch mal logisch: Was ist das Problem bei schlechten Noten? Entweder das Kind ist faul oder der Lehrer hats nicht verständlich genug erklärt. Bei letzterem ist die Lösung ganz einfach: Anders erklären! Mühe geben, wir denken und verstehen halt alle unterschiedlich! Ist das Kind “faul”, muss man das Gespräch suchen. Braucht es Nachhilfe, oder gibt es Probleme in der Familie, die das Lernen erschweren? 
Nun ist die Frage, wessen Aufgabe sind die Noten? Meine Antwort lautet ganz klar: Die der Lehrer! Es ist Aufgabe der Lehrer, sich um Hausaufgaben zu kümmern, sich um das Wohlbefinden der Schüler in der Schule zu kümmern, und dafür zu sorgen, dass jeder mitkommt. Es gibt keine schlechten Schüler, es gibt nur schlechten Unterricht. Wenn ein Lehrer seine Schüler nicht motivieren kann: JOB VERFEHLT! Wenn ein Lehrer sich nicht durchsetzen kann und die Schüler keine Hausaufgaben machen: JOB VERFEHLT! Wenn Schüler gemobbt werden und kein Lehrer einschreitet: JOB VERFEHLT! Wenn der Lehrer die Denkrichtung befiehlt und nicht zum selbstständigen Denken animiert: JOB VERFEHLT! Wenn ein Lehrer ständig Filme zeigt und dann die Arbeiten irrsinnig schwer macht: JOB VERFEHLT! Wenn ein Lehrer bemerkt, dass ein Schüler nicht gut genug in seinem Fach ist und ihm keine Hilfe anbietet: JOB VERFEHLT! Wenn ein Lehrer das Gespräch mit einem minderjährigen (!!!) Schüler gesucht hat und keine Einsicht erwirken konnte und sich dann nicht an die Erziehungsberechtigten wendet: JOB VERFEHLT! 

Hierbei geht es keines Wegs darum, irgendwelche Verantwortung auf die Lehrer abzuwälzen, sondern all dies gehört zu dem Beruf dazu. Erziehung ist in erster Linie Aufgabe der Eltern, aber wenn die versagen muss der Lehrer einschreiten. Zumal hat die Erziehung heute nur noch sehr bedingt etwas mit den Noten zu tun, genauso wenig wie lernen mit guten Noten, oder Intelligenz etwas mit gutem Schulabschluss. 
So würde ich niemals einen Lehrer dafür verantwortlich machen, wenn auf einer Klassenfahrt jemand trächtig (so sagt man das doch?!) wird. Ihr Menschen seid offenbar nicht in so großer Zahl kastriert wie wir Katzen (bei manchen bedaure ich das schon!), dafür aber angeblich Herr über Eure Triebe. Wenn also nach einer Klassenfahrt eine Menschin ein Kind wirft, so ist zum einen etwas in der Aufklärung schief gelaufen (die in den meisten Fällen aber nicht Aufgabe des aufsichtführenden Lehrers ist) und zweitens etwas in der Wertevermittlung. Wer meint, alt genug zu sein um sich zu paaren, der ist auch alt genug, selbst dafür die Verantwortung zu übernehmen. Selbiges gilt für Alkohol-, Zigaretten und anderen Drogenkonsum!. Dies ist alles eindeutiges Versagen der Eltern. 

Mit Noten sieht das aber anders aus. Ohne über die Sinnhaftigkeit von Noten diskutieren zu wollen – ich komme auch super ohne durchs Leben… – muss ich doch sagen, dass Noten ziemlich runterziehen können. Einem bemühten Schüler ‘die schlechtere Note’ geben als Ansporn ist genauso schlau, wie mir ein kleineres Katzenklo zu geben, damit ich weniger Häufchen machen, (besonders wenn es dabei ums Halbjahreszeugnis geht, ist das der größte Schwachsinn überhaupt, denn die Note zählt ja ins Ganzjahreszeugnis und somit wird fast nie auf dem Ganzjahreszeugnis “die bessere” Note erreicht!) Außerdem möchte ich Euch nicht vorenthalten, dass Lehrer einen beachtliche Notenspielraum haben aus ‘pädagogischen Gründen’. Dieser Spielraum sollte eigentlich genauso angewandt werden wie das Jugendstrafrecht: Zum Erziehen, nicht zum Bestrafen. Wenn ich Mami anfalle und sie böse zurückfaucht, dann nicht, um mich zu bestrafen, sondern um mich zu erziehen, damit ich es nicht nochmal mache. Sinnloses Bestrafen wäre zum Beispiel, sie würde mir für den Tag das Fressen streichen, denn das hat zum einen keinen Bezug dazu und zum anderen ist das eine arg harte Strafe.  – Das könnt ihr alle noch nachvollziehen, oder?

Könnt ihr dann auch nachvollziehen, dass ein Lehrer kaum effektiver zeigen kann, dass er als Pädagoge versagt hat, als mit einem Blauen Brief?!  Pädagoge, das ist jemand, der mit Kindern (siehe im Griechischen ‘Pais, Paidos!) arbeitet. Und Kinder müssen und können ihre Leistungen zum einen nicht immer so gut einschätzen, zum anderen ist es Aufgabe der Lehrer TRANSPARENT den Schülern alle gemachten Noten mitzuteilen und im Zweifelsfall auch den Eltern, solang diese erziehungsberechtigt sind! Erst wenn gar nichts mehr hilft, ist ein “blauer Brief” legitim, aber dann wird auch der nichts mehr ausrichten können! Es ist NICHT Aufgabe der Schüler, ihren Noten hinterher zu rennen, Ihr wollt den Hausaufgaben ja auch nicht nachrennen, ODER?

Es bleibt, zu danken. DANKE AN ALL DIE LEHRER, DIE NICHT AUFGEBEN UND UM IHRE SCHÜLER KÄMPFEN! DIE WISSEN; SIE SIND DIE ERWACHSENEN; AUSGEBILDETEN UND STUDIERTEN; DIE AUF DIE SCHÜLER ZUGEHEN MÜSSEN! DANKE, DASS ES EUCH GIBT; IHR RETTET VIELEN SCHÜLERN MEHR ALS NUR DIE NOTEN UND DIE VERSETZUNG!

An alle anderen: Jeder hat mal nen schlechten Tag, aber es ist Eure Aufgabe, zu verhindern, dass Eure Schüler ein schlechtes (Schul-)Leben haben! Wenn ich krank bin und zum Arzt gebracht werde, dann muss der mich ja auch über alles aufklären, was er gefunden hat, ich sollte den Befunden NICHT nachrennen müssen!

Denkt immer daran: Wie wollt Ihr behandelt werden? Wollt Ihr einfach so eine Abmahnung bekommen oder wollt Ihr, dass man erst mit Euch redet?

Ich will schon ne Vorwarnung, bevor man mir eine runterhaut..
Daher meine Meinung: Der Blaue Brief bleibt für mich ein Rotes Tuch: Liebe Lehrer, ich habe heute leider KEIN Verständnis für Euch! 

Ich leg mich nun wieder in die Sonne! 

Meauu, seid geflauscht!

Schneekönigin Kuka

“Nazi” kommt nicht von Narzissmus – Wir Katzen maunzen alle gleich.

Ihr Lieben,
lange habe ich schweigend beobachtet, wie ihr die verschiedenen Blogausführungen benutzt. Es wird vermutlich bald einen Umzug dieses Blogs geben, aber ich sage dann Bescheid…
Jetzt möchte ich mich aus gegebenem Anlass erstmal zu etwas anderem äußern: Auf Twitter konnte ich bei Mami immer wieder verfolgen, wie gegen Extremisten (meist Rechts-Extremisten) vorgegangen wird und möchte Euch mal meine Meinung dazu mitteilen…
Um er vor allem klarzustellen: Ich bin gegen jegliche Art von Extremismus, der Lebewesen schadet. Überhaupt, unter uns Katzen gibt es das nicht! Wir Rassekatzen hetzen nicht gegen die anderen oder die Langhaarigen nicht gegen die Kurzhaarigen oder die Weißen nicht gegen die Schwarzen. Wo kämen wir denn da hin? Wir würden ja nie fertig werden mit hassen und das ist stets ungesund.
Aber das verstehen nicht alle Menschen. Wer das abstellen will, muss sich also mit der Frage nach den Beweggründen für Extremismus beschäftigen. Was geht in diesen Menschen vor?
Zunächst einmal: Hass. Alle von ihnen empfinden Hass. Doch woher kommt dieser Hass? Die Ursachen sind sehr verschieden. Doch alle fühlen sie sich ungeliebt. Die einen von den Eltern, die nächsten waren Mobbingopfer, manche beides.. Es gibt viele Möglichkeiten, aber sie alle sind irgendwo Opfer. Und haben versucht, sich zu befreien, stark zu werden, indem sie einer Gemeinschaft beitraten, die ihnen das Gefühl von Sicherheit gab. Gemeinschaften rücken enger zusammen, wenn sie einen Feind haben, etwas gegen das man gemeinsam ankämpfen kann. Was ist da leichter als Menschen zu Feinden zu erklären? Die einen sind gegen “Ungläubige”, die anderen gegen “Reiche” oder “Ausländer” oder “Behinderte”. Dabei geht es den Mitgliedern oft gar nicht wirklich um die Sache, sondern um das Zusammengehörigkeitsgefühl. Die Feindbilder sind dabei relativ austauschbar, in welcher Gruppierung man landet hängt von den Lebensumständen ab oder schlicht von Kontakten in die jeweilige Szene…
Bevor ich zu den Konsequenzen komme, möchte ich kurz auf die genannten “Feindbilder” eingehen:
1. Ungläubige
Wir sind alle Ungläubige, das ist nur eine Frage der Perspektive. Bin ich Katze auch eine Ungläubige, weil ich kein Kopftuch trage, ungesegnetes Fleisch esse und keine Kreuzkette trage? Es kann den anderen Katzen doch mal grade egal sein, woran ich glaube, wir glauben eh alle anders. Amen.
2. Reiche
Oh, das kenne ich, Futterneid gibt es bei uns auch. Auf der Pflegestelle warne wir so viele Katzen, irgendwer hat sich immer ums Essen geprügelt. Aber in Spanien habe ich viel schlimmeres Leid gesehen: Da war Katze froh, sie bekam überhaupt auf der Straße etwas zu fressen. Da war die Qualität kein Thema. Natürlich ist es unfair, dass ich nun faul auf dem Balkon liegen kann und weiß, ich hab mein Fressen sicher und muss nicht jagen (was ich vermutlich eh nicht könnte mit meinem Gehör…), während andere um ihr Fressen kämpfen. Aber es wird immer jemanden geben, dem es besser geht. Andere Katzen haben teure Sofas, eigene Betten und vergoldete Näpfe. Aber habe ich deshalb ein Recht, ihnen das zu neiden? Nein. Ich darf es mir wünschen. Ich darf auch mal meckern, aber ich dürfte ihnen niemals den Napf klauen… Und wenn ich nicht wüsste, dass es das gibt, wäre ich auch zufrieden. Es gibt viel Ungerechtigkeit auf dieser Welt, aber ich darf sie nicht mit Unrecht bekämpfen. Lieber mal zufrieden sein.
3. Ausländer
Wir sind alle Ausländer. Ich bin Spanierin. Ich bin also genaugenommen in jedem Land dieser Welt Ausländerin – außer in Spanien. Aber sieht man mir mein Herkunftsland an? Ich glaube nicht. Woran soll also definiert werden, wer Ausländer ist? Am Aussehen? Am Pass? An der Sprache? Gilt das nur für Menschen oder auch für Tiere? Wir Hauskatzen maunzen alle gleich. Und wenn das definiert ist, wohin mit den Ausländern? Ausrotten? Dann zieht doch mal als helle Menschen nach Afrika und arbeitet dort im Sommer auf dem Feld, viel Spaß. Ihr schickt doch auch keinen Pinguin in die Wüste!?! Oder ein Känguru in den Schnee.. Oder sollen sie einfach nur alle in ihre Heimatländer zurück gehen? Dann aber mit ihren Erzeugnissen. Mit ihrem Essen, ihrer Kleidung, ihrer Kultur… Dann könnt ihr alle Döner essen (der ist eine deutsche Erfindung!) aber keine Cola dazu trinken… Und wegnehmen Euch die Ausländer genauso viel wie jeder andere auch. Ich nehme Mami morgens den Schlaf, Euch etwas Wasser was ich trinke und das Futter, das sich von Eurem oft nur minimal unterscheidet.. Bin ich nun auch ein böser Ausländer?
4. Behinderte
Ich kann schon lange nicht mehr zählen, wie oft ich Hetze gegen behinderte gelesen habe. Mütter, denen vorgeworfen wurde, sie hätten ihre Kinder abtreiben sollen und andere Scheußlichkeiten. Menschen, die solche Sachen von sich geben, wünsche ich nur, dass sie niemals in einen Unfall geraten. Ihr müsst Euch an Eure Behinderung nämlich erst noch gewöhnen, ich weiß nicht mal wie es ist, zu hören, mir fehlt also nichts. Und übrigens, sehe ich da eine Brille? Sieh an, du bist ja sehbehindert UND emotional behindert…

Fazit: Wir gehören alle in verschiedene Gruppen gegen die man hetzen kann. Oder man lässt es bleiben.
ABER: Gegen Menschen hetzen, weil sie hetzen, ist, wie jemandem die Augen rauszuoperieren, damit er wieder sieht. Menschen zu verprügeln, weil sie auch schon mal jemanden verprügelt haben, gibt ein endloses Domino-Umfallen, das jeden trifft.
Niemand verlangt, dass ihr diese Ansichten unerstützt oder respektiert. ABER DIE MENSCHEN DAHINTER, DIE VERLIEREN IHRE MENSCHENRECHTE NICHT, NUR WEIL SIE ANDEREN DEREN GENOMMEN HABEN!
Verbrechen gehören bestraft. Immer und gleich, egal wer sie begeht. Aber davon ist dem Menschen nicht geholfen. Niemand begeht gerne Verbrechen. Selbst diejenigen, die laut unserer Erkenntnis genetisch belastet sind, begehen diese Verbrechen nicht gerne und brauchen Hilfe. Jeder hat einen Leidensdruck bevor er handelt. Das entschuldigt keine Tat, aber es erklärt und kann helfen, die Ursachen zu bekämpfen.
Leider ist es heute üblich, nur die Symptome zu bekämpfen statt die Ursachen:
Flüchtlinge werden bekämpft, statt die Situationen in den Ländern aus denen sie kommen.
Kopfschmerztabletten werden geschluckt, statt sich Ruhe zu gönnen.
Nazis werden angeschrien, beleidigt und bedroht, statt ihnen ernsthafte Auswege zu zeigen.

Natürlich kann man nicht in jedem Land Friede herrschen, nicht jede Kopfschmerzen mit Ruhe und Trinken vertrieben werden und auch nicht jeder Nazi überzeugt werden, auszutreten – aber habt ihr es wenigstens mal versucht?
Prävention statt Aggression.
Schützt die Ausländerheime. Aber geht nicht auf Nazis los. Beschimpft sie nicht, sondern verteilt lieber Flyer von Aussteigerprogrammen.
UND SORGT LIEBER DAFÜR, DASS ES KEINEN NACHWUCHS GIBT, DENN NIEMAND WIRD ALS EXTREMIST GEBOREN!
Liebt Eure Kinder, nehmt sie ernst, klärt sie auf. Aber macht ihnen nicht Angst, lasst lieber den Opa vom Krieg erzählen, das ist eindrucksvoller. Sprecht nicht schlecht über Kinder, die in diese Gruppierungen hineingeboren werden, zeigt ihnen lieber, dass es sich ohne Hass viel besser lebt!
Die meisten von Euch haben vergessen, dass auch Extremisten Menschen sind. Und zwar Menschen, die mit körperlicher Gewalt verbergen, wie schwach sie psychisch sind.
Auch Katzen, die Menschen anfallen, tun das ja nicht aus Freude. Wir sind, was aus uns gemacht wurde. Manche sind stark genug und brechen aus, andere nicht. Aber sie sind es alle Wert, dass man sich um sie bemüht.
Sonst gäbe es mich längst nicht mehr. Aber auch ich bin längst nicht mehr so aggressiv wie noch letztes Jahr, weil man mir einen Liebesvorschuss gab!
Nazi kommt nicht von Narzissmus. Nazis haben nicht zu viel Selbstliebe sondern zu wenig. Genau wie jeder Extremist.
Wir Katzen maunzen alle gleich, wir alle haben Liebe verdient. Alle oder halt keiner, sucht Euch was aus. Und wenn ihr das nächste mal meckert, weil Euch jemand verurteilt, obwohl er Eure Geschichte nicht kennt, denkt mal an den Nazi, dem ihr das letzte Mal ins Gesicht gebrüllt habt, er wäre es nicht Wert zu leben – ob das den Opfern hilft?

Meauu, bleibt wie ihr seid!

Schneekönigin Kuka